WTTV: bald nur noch Großvereine?

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schlagmuffel
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WTTV: bald nur noch Großvereine?

Beitrag von schlagmuffel »

Schaut man in die Gruppen des WTTV fällt auf, dass in den letzten Jahren eine immer stärkere Konzentration des Spielbetriebs auf wenige große Vereine stattgefunden hat. Nicht selten hat ein Verein mehr als eine Mannschaft in einer Gruppe oder auch Klasse; es kommt zu Spielen wie Verein x Mannschaft 19 gegen Verein y Mannschaft 21.

Kleinere oder neue Vereine mit oft nicht schlechten Trainingsbedingungen haben es schwer, sich zu entwickeln und insbesondere Klassenmannschaften aufzubauen. Das liegt auch daran, dass es die gegenwärtigen Regularien verbieten, dass ganze Mannschaften unter Mitnahme ihrer Klassenzugehörigkeit wechseln dürfen.

Selbst wenn ein kleinerer Verein mit beispielsweise zwei Mannschaften in mittleren Gruppen also gute Trainingsbedingungen bieten und es theoretisch tatsächlich gelingen könnte, sagen wir einmal drei Spieler mit dem Niveau 3. Klasse anzuwerben, werden diese Spieler nicht wechseln, weil sie als Mannschaft maximal in einer Gruppe starten könnten und es mehrere Jahre dauern würde, bis sie wieder in der 3. Klasse antreten dürfen, in die sie Ihrem Niveau nach gehören.

Um die Immer weiter fortschreitende und aus meiner Sicht ungute Konzentration des Spielgeschehens auf wenige Vereine zu stoppen, kleineren oder auch neu entstehenden Vereinsprojekten (davon gibt es zu wenige) zu ermöglichen, sich besser zu entwickeln, möchte ich zur Diskussion stellen, ob es nicht sinnvoll wäre, die entsprechenden Regularien so zu verändern, dass mit Zustimmung des abgebenden Vereins ganze Mannschaften unter Beibehaltung ihrer Klassenzugehörigkeit zu anderen Vereinen wechseln dürfen.

Was meint ihr?
Markus G.
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Re: WTTV: bald nur noch Großvereine?

Beitrag von Markus G. »

Als ich 1996 das Kindertraining bei der ATUS Langenzersdorf begonnen habe, gab es 2 Erwachsenenmannschaften und eine Damenmannschaft. Die Einser war in Gruppe I engagiert. Wir waren also ein kleiner Verein. Jetzt haben wir 6x so viele Mannschaften und dazu viele Nachwuchsteams, Cup-Teams, VÖB, Askö. Man sieht also man kann als sehr kleiner Verein zu einem Großverein werden. Aber dies funktioniert nicht von heute auf morgen. Und der Ansatz ganze Mannschaften von anderen Vereinen abzuwerben damit sie dann als eine Art Söldnerteam für einen anderen Verein an den Start zu gehen, gefällt mir nicht. Jetzt als Obmann eines Großvereines. Und es hätte mir auch damals nicht gefallen. Ich für mich finde Vereine brauchen keine Nomaden, die von einem Verein zum nächsten wandern und alles abgrasen. Ich kann nur raten, dass kleine Vereine, die größer werden wollen, sollten in den eigenen Nachwuchs investieren. Man muss keine „Stars“ kaufen. Man sollte sie selber machen. Und über eine große Basis an Nachwuchsspielern, erhält man eine Vielzahl an guten Einzelspielern. Diese können dann die besten Mannschaften nach „oben“ spielen. Natürlich wird man jungen ambitionierten Spielern arrivierte und starke Spieler zur Seite stellen. Ohne geht es dann auch nicht. Aber hierzu braucht es nicht ganze eingekaufte Teams, die dann ja letztlich dem Eigenbau im Wege stehen, sondern ausgesuchte Einzelspieler, die sich mit der Vereinsphilosophie identifizieren und gewillt sind sich von unten mit Eigenbauspielern nach oben zu spielen.
Pablo12
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Re: WTTV: bald nur noch Großvereine?

Beitrag von Pablo12 »

Das ist wahr
Danke für das Teilen
bigboss_21
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Re: WTTV: bald nur noch Großvereine?

Beitrag von bigboss_21 »

Um Gottes willen !
Doch nichts verändern !
Ist doch alles bestens ! :banghead:
Die Großvereine der Wr.Liga haben nicht einmal 2 Wettkampftische. (siehe WTTV GV Abstimmung)
Die Funktionärspersönlichkeiten des WTTV ähhh !!!!
--- verlassen das sinkende Schiff. Sie genieren sich nicht einmal für das was sie zurücklassen !
:sick: :sick: :sick:
Heimat bist du großer Söhne !
Markus G.
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Re: WTTV: bald nur noch Großvereine?

Beitrag von Markus G. »

Also ein Großverein hat auf jeden Fall für 2 Tische gestimmt :P
bigboss_21
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Re: WTTV: bald nur noch Großvereine?

Beitrag von bigboss_21 »

Nur Kosmetik wird nichts nutzen !
Schau mal die Anzahl der Aktiven an ? Entwicklung ?
Schau mal die Anzahl der Jugendlichen an ? Entwicklung ?
Wenn ein Bundesligaverein 3 (!) "Unter xx" Spieler hat, wie schaut die Zukunft aus ? Corona wäre nur wieder eine schlechte Ausrede !
Was hat der ÖTTV mit den Nachwuchsspielern in der Staatsliga schon herumgepfuscht ! Ergebnis - nur Umgehungskonstruktionen zu Gunsten des einen oder anderen Vereins.
Man braucht Infrastruktur ! Verbandshalle ? Fehlanzeige ! "Neue" Funktionäre ?
Also recht düstere Prognose ! und nicht einmal ein Lichterl am Ende des Tunnels (oder ist es eh schon die SacKgasse ?)
Die Hoffnung stirbt zuletzt ! :sleep:
Heimat bist du großer Söhne !
Markus G.
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Re: WTTV: bald nur noch Großvereine?

Beitrag von Markus G. »

Ich verstehe leider nicht alles was Du schreibst. Aber ich bin grundsätzlich kein Schwarzseher. Einiges könnte besser laufen. Ganz klar. Aber es fehlt dem WTTV im Vergleich zu anderen Landesverbände junge dynamische Funktionäre. Und dies kann man nicht komplett dem WTTV in die Schuhe schieben. Es liegt auch an den Vereinen selbst jungen ambitionierten Tischtennisspielern die Aufgaben eines Funktionärs schmackhaft zu machen.
old_rookie
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Re: WTTV: bald nur noch Großvereine?

Beitrag von old_rookie »

Markus G. hat geschrieben: So 10. Jul 2022, 16:01 Ich verstehe leider nicht alles was Du schreibst. Aber ich bin grundsätzlich kein Schwarzseher. Einiges könnte besser laufen. Ganz klar. Aber es fehlt dem WTTV im Vergleich zu anderen Landesverbände junge dynamische Funktionäre. Und dies kann man nicht komplett dem WTTV in die Schuhe schieben. Es liegt auch an den Vereinen selbst jungen ambitionierten Tischtennisspielern die Aufgaben eines Funktionärs schmackhaft zu machen.
Da hast du vollkommen recht. Das Problem ist leider, dass die alteingesessenen Funktionäre leider zu einem gewissen Teil schon betriebsblind sind und nach dem Moto leben: Das haben wir schon immer so gemacht. Die Jungen brauchen nicht glauben, dass sie das Rad neu erfinden müssen. Es ist allerdings auch eine undankbare Aufgabe. Wenn alles perfekt läuft, dann ist das für viele selbstverständlich. Wenn mal was schief läuft, hätten es alle besser gemacht.
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