TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Markus G.
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TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Markus G. »

Wie geht es euch bezogen auf Meisterschaft und Training aktuell in Zeiten von Corona?

Ein kleiner Feedback Austausch wäre schön.
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Klaubauf
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Klaubauf »

Meine Gefühle sind da ein wenig gemischt.
  • Einerseits freue ich mich, dass wir spielen dürfen. Wir halten (glaube ich) ganz passabel Abstand, waschen uns die Hände und tragen Masken außerhalb der Box.
  • Andererseits zweifle ich daran, dass das reicht - in einer Halle, in der x Personen keuchen und die Luft irgendwann spürbar feucht ist. Wenn eine Übertragung über Aerosole funktioniert, dann sicher recht gut in einer Sporthalle ...
21 ist nur die halbe Wahrheit.
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Harnikfan
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Harnikfan »

Ein neuerlicher Lockdown steht ja bevor. Ich schätze dass wir uns auch Hobbysport für den gesamten November aufzeichnen können.

Bin nach wie vor sehr froh, dass wir in der RHTT gar nicht erst mit der neuen Saison begonnen haben. Erstens kann man stolz behaupten, nicht für den Anstieg der Zahlen mitverantwortlich zu sein und zweitens würde es sowieso wieder nur in einem Terminchaos enden.

Bin gespannt wie die anderen Verbände mit dem Lockdown umgehen werden. Die Saison kann man zwar nach hinten verlängern und gewisse Spezialregelungen für Verschiebungen sind sicher auch machbar, aber das wird ein sehr stressiges Frühjahr. Spaß macht das dichte Programm dann glaub ich bald keinen mehr. Vor allem werden die Zahlen ja auch im Janner/Februar noch hoch sein (außer eine Impfung kommt). Also ruhigen Gewissens kann man auch 2021 nicht spielen.
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Ani
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Ani »

Wird ja jetzt erst erklärt.

Ev. Training JA (6 Personen) Meisterschaft (wegen Ausgangsbeschränkung) NEIN.

Warten wir ab....
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floxe
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von floxe »

Spielbetrieb und Training wie zu erwarten eingestellt: https://wttv.at/joomla/images/pdf/2020/ ... _Nr_12.pdf

Prinzipiell sind die Vorgaben sowohl im Training, als auch in der Meisterschaft größtenteils eingehalten worden und mir sind zumindest im Umfeld des Vereins keine Fälle bekannt.
Trainings fanden nur in Kleingruppen mit Voranmeldung statt, ich habe mir im Endeffekt Trainings mit zwei Personen (einmal Montag, einmal Mittwoch) im Vorfeld ausgemacht, Hallen waren immer gelüftet. Bei der Meisterschaft wurde unserseits immer Maske getragen und Abstand gehalten, interessanterweise gab es ein paar ältere Semester, die das ganze nicht ganz so ernst genommen haben bzw. beim Zählen keine Masken getragen haben.
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Ballonverteidiger »

Ich halte die ab Dienstag geltenden Verbote im Sport- und Kulturbereich für absolut unangemessen und unverhältnismäßig. Ich denke, dass gerade in diesen Bereichen - und ich würde meinen das gilt für die meisten Sportarten, in denen es nicht zu unmittelbarem Körperkontakt kommt - wo die generellen Abstands-, Hygiene- und Präventionskonzepte doch gut umgesetzt werden können, das Infektionsrisiko soweit minimiert wird, dass eine Ausübung absolut vertretbar ist. Man sollte sich schnellstens verabschieden von der Ansicht, dass sich bei höheren PCR-Zahlen die gesamte Gesellschaft daheim isolieren muss, damit sich keiner mehr infizieren kann. Das kann gesellschaftlich und wirtschaftlich auf Dauer nicht funktionieren.

Aus meiner Sicht wird hier nun an einigen falschen Schrauben gedreht in Bereichen, wo es bislang keine Daten gibt, die anzeigen würden, dass es in diesen vermehrt zu Ansteckungen gekommen wäre. Insofern ist es für mich nicht nachvollziehbar, wieso man den Leuten jetzt verbietet Indoor-Sport zu betreiben oder ins Fitnesscenter zu gehen. Das ist gut und wichtig für die eigene Gesundheit. Ich kann aus meinen persönlichen Erfahrungen sprechen, die ich in der WTTV-Meisterschaft und im Fitnesscenter gemacht habe und da wurden diese Konzepte gut und verantwortungsvoll von den Beteiligten umgesetzt und eingehalten. Unter diesen Voraussetzungen war und ist es absolut möglich einen ziemlich sicheren Trainings- und Meisterschaftsbetrieb zu ermöglichen. Auch die Begrenzung auf Kleingruppen für den Trainingsbetrieb erscheint mir sinnvoll. Ein komplettes Ausübungsverbot halte ich für höchst unverhältnismäßig. Auch im Veranstaltungsbereich mit zugewiesenen Sitzplätzen (Theater, Kino, etc.) sehe ich unter Einhaltung der Präventionsmaßnahmen sowie der Begrenzung der Besucherzahlen ein minimales Übertragungsrisiko. Es gibt keine bekannten Studien oder Daten, die anderes belegen würde. Dennoch schließt unsere Regierung jetzt diese Bereiche komplett und bis auf Widerruf. Aus meiner Sicht aus reiner Verzweiflung und Planlosigkeit, weil sie offensichtlich leidenschaftlich gerne Maßnahmen und Verordnungen an der parlamentarischen Kontrolle vorbei erlassen, damit der Eindruck entsteht, sie hätten alles im Griff.

Mir fehlt generell der Weitblick und die Verhältnismäßigkeit in der gesamten Corona-Debatte. Die Regierungen handeln auf eigene Faust und treten Demokratie und Freiheitsrechte mit Füßen. Das ist bedenklich und auch gefährlich. Mein Eindruck ist, dass sich unsere Regierung seit Monaten in einem absoluten Blindflug befindet. Ich habe auch noch nichts außer die einstudierten, leeren Phrasen vernommen, was ihren Folgeplan ab Anfang Dezember betrifft, sollten sie ihr Ziel erreichen und die Zahlen "massiv zurückgehen". Man vertröstet hier die Menschen und die betroffenen Branchen mit Hypothesen, die sich vielleicht oder vielleicht auch nicht bewahrheiten werden. "Besser wir machen jetzt im November einen Lockdown, damit dann im Dezember die so wichtige Wintersaison in der Gastronomie und Hotellerie normal starten kann". Wer glaubt ihnen das? Und wer kommt überhaupt? Selbst falls die Zahlen in 3-4 Wochen zurückgehen sollten, haben wir wahrscheinlich immer noch Neu-Positiv Raten im deutlich vierstelligen Bereich. Was bedeutet das dann für die Weihnachtszeit und die kommenden Monate? Kommt wieder eine Lockerung sollten die Zahlen auf Höhe X fallen oder gibts sowieso die Fortsetzung und Aufrechterhaltung der Verbote und Freiheitseinschränkungen und des Lockdowns im Freizeitbereich? Der illusorische Plan die Menschen bei "zu hohen positiven PCR-Zahlen" im Freizeit-Lockdown und möglichst zu Hause festzunageln bis es eine Impfung gibt, scheint mehr eine Wunschvorstellung als ein gut durchdachter Plan zu sein, weil er doch auf vielen höchst ungewissen und zweckoptimistischen Annahmen beruht und sich zudem nachträglich wohl wieder einmal als verfassungswidrig herausstellen wird. Aber es existiert scheinbar nur Plan A: Wir brauchen eine Impfung, dann können wir wieder zur Normalität zurückkehren. Das wird uns jeden Tag aufs neue erzählt. Das scheint mir völlig unrealistisch. Bis dahin ist die Wirtschaft und die Gesellschaft ruiniert. Selbst wenn es eine Impfung gibt, die effektiv anschlagen würde - sprich eine auf 5+Jahre anhaltende Immunität sowie dazu maximal 1-2 notwendige Impfungen, und eben keine jährlich zu wiederholende, nicht 100%ig effektive Impfung wie bei der Influenza, weil sich das Virus verändert - dann gibt es immer noch ein massives Produktions- und Distributionsproblem, wenn man den Wissenschaftern glaubt, dass es ca. eine 50-60%ige Durchimpfungsrate braucht, um die Ausbreitung des Virus effektiv auszubremsen. Das würde bedeuten, dass man weltweit Milliarden Menschen impfen müsste, allein in Österreich ca. 5 Millionen. Die Pharmaindustrie kann es bestimmt kaum erwarten, die reiben sich seit Monaten die Hände. Das dauert selbst im absoluten best-case zig Jahre, bis man hier einigermaßen breite Bevölkerungsanteile durchgeimpft hat und die Impfung auch hält, was sie uns versprechen. Wie oft braucht es da wohl noch einen Lockdown bis dorthin mit dieser Strategie? 5mal, 10mal, 15mal? Worauf ich hinaus will: Das Problem verschwindet auch nicht, wenn es eine effektive Impfung gibt, so wie es die Politiker tagtäglich der Bevölkerung eintrichtern wollen. Genau so wie die Influenza saisonal und trotz Impfstoff auftritt, wird auch Covid vermutlich leider nicht wieder verschwinden. Darauf sollte man sich einstellen und vorbereiten und entsprechende Konzepte erarbeiten. Stattdessen beruft man sich ausschließlich auf Plan A und beschwindelt den naiven, leichtgläubigen und damit überwiegenden Anteil der Bevölkerung, um ihn bei Stange zu halten und gibt Ausblicke, die sich im Nachhinein wohl als völlig falsch herausstellen werden. Das trägt nicht positiv zur Krisenbewältigung bei und treibt die Gesellschaft noch weiter auseinander. Ja, es braucht Maßnahmen und Prävention. Aber evidenz-basiert, zielgerichtet, verhältnismäßig und dort wo es erforderlich ist und auch ein Infektionsgeschehen nachhaltig stattfindet und eingeschränkt werden kann (Stichwort: Nacht-Gastronomie, Großveranstaltungen, private Feiern, etc.). Und in den Bereichen, die gesellschaftlich essentiell sind wie zB. Sport und Kultur, wo man vernünftige Konzepte einhalten kann, um eine sichere Durchführung zu gewährleisten: Gebote statt Verbote. Ich denke, es bräuchte hier einen Strategie- und Perspektivenwechsel um besser durch die Pandemie zu kommen, aber dafür müsste man auch den wissenschaftlichen Diskurs zulassen und auch jenen Experten und Wissenschaftern Gehör schenken, die nicht der Gruppe der Hysterie-Virologen und Lockdown-Befürworter zugehören, die zu den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und anderweitig negativen gesundheitlichen Auswirkungen scheinbar keinen Bezug haben.

Edit / Anhang:
Sport Austria fordert 6-Punkte-Programm
Offener Brief an Österreichs Sport

Sport-Austria-Präsident Hans Niessl kritisierte in einer Aussendung die Einschränkungen. „Wir haben nun die paradoxe Situation, dass eine Gesundheitskrise u. a. dadurch bekämpft wird, indem der österreichische Gesundheitsmotor schlechthin, der organisierte Vereinssport, abgebremst wird! Deshalb möchte ich nochmals festhalten, dass es bei der Sportausübung – dank guter Konzepte – zu keinen problembehafteten Clusterbildungen gekommen ist.“ Aufgrund dieser neuen Situation fordert Sport Austria als Interessenvertretung des österreichischen Sport u.a. die Umsetzung eines 6 Punkte umfassenden Kraftpakets.

Quelle und vollständiger Artikel: SPORT AUSTRIA
Markus G.
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Markus G. »

Also zunächst einmal freue ich mich sehr, dass hier wieder so etwas wie ein Meinungsaustausch stattfindet. Und ich würde mir wünschen dass dies in Zukunft nicht nur über polarisierende Themen wie das Corona-Virus sondern auch über viele andere Themen der Fall sein wird. Danke auf jeden Fall schon mal für die bisher getätigten Erfahrungsberichte und Meinungen.

Als Vereinsobmann der ATUS Langenzersdorf hatte ich in den letzten Monaten alle Hände voll zu tun Trainings- und Meisterschaftsbetrieb aufrecht zu erhalten, diese möglich sicher zu gestalten und zudem diese den Corona-Regeln konform möglich zu machen. Darunter fiel auch ein Trainingslager mit rund 50 Kindern und 25 Erwachsenen. Und darunter fällt auch meine Sektion Turnen, bei der rund 50 Erwachsene in mehreren Kursen Bodywork und Zumba nachgehen.
Der Aufwand war enorm. Aber wir haben es aus meiner Sicht wirklich sehr gut hinbekommen. Die Mühen haben sich also gelohnt. Ein großes Lob geht dabei an alle unsere Mitglieder, aber auch an die Trainings- und Meisterschaftsgäste, die hier wirklich sehr diszipliniert mitgezogen haben. Ich kann mich an kein negatives Ereignis erinnern.
Mit der Zunahme der Coronafälle und der damit verbundenen Veränderungen der Gruppengrösse wurde ein Training organisatorisch (!) immer schwieriger zu gestalten. Aber rein von der Trainingsqualität haben sich die kleineren Gruppengrössen von 6 Kindern durchaus gelohnt. Wir haben hier sehr gut gearbeitet. Und ich möchte mich hier an meine Mithelfer wie meine Frau Eva und unserem Neo-Bundesligaspieler Oliver Kolbert herzlich bedanken, die viele zusätzliche Stunden ehrenamtlich investiert haben, das alle unsere rund 40 Kinder- und Jugendliche ein Leistungs- und Altersadäquates Training bekommen konnten.
Als die ersten Quarantänefälle aufgetreten waren, wir hatten rund 20 Personen, die in Quarantäne mussten, wovon 2 positiv getestet wurden, wurde es aber wirklich stressig. Denn besagtes Contact-Tracing musste funktionieren und war wiederum mit großem Aufwand verbunden. Meine Mappe quillt mittlerweile von Anwesenheitslisten über. Und natürlich hat man als Vereinsleiter hier eine sehr große Verantwortung gegenüber seinen Mitgliedern, dass niemand in unseren Reihen angesteckt wird. Aber ich klopfe auf (TISCHTENNIS-)Holz. Niemand wurde bei uns im Zuge eines Trainings- oder Meisterschaftsspiels angesteckt. Alle wurden rechtzeitig informiert bzw. haben mich informiert. Ich muss aber auch sagen, dass die Wahrscheinlichkeit mit der Zunahme von Coronafällen Österreichweit auch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass man selbst im Verein betroffen wird. Und hier nützen wahrscheinlich keine noch so guten Vorsichtsmaßnahmen nichts. Zudem muss ich leider sagen, dass ein junger Nachwuchsspieler von uns in Quarantäne musste, weil er als Hochrisikokontaktperson 1 mit einem Erkrankten einen COVID 19 Test machen musste. Wir wollten daher ein Meisterschaftsspiel in der 3.Klasse verschieben, doch die Gegner haben dem nicht zugestimmt. Unglücklicher Weise ließ der Amtsbescheid auf sich warten, sodass es für den WTTV auch keinen offiziellen Verschiebungsgrund gab. Theoretisch hätten wir natürlich den möglicherweise Angesteckten einsetzen können. Aber eine solche Gefährdung stand natürlich nie im Raum. Wir mussten daher das Spiel kampflos abgeben. Für mich war jedoch das Verhalten des gegnerischen Vereins sehr bedauerlich. Ich denke dass solche Situationen, nämlich Ausfälle auf Grund von Quarantäne und Erkrankungen in den nächsten Wochen noch zugenommen hätten und damit eine sinnvolle Meisterschaftsfortsetzung nicht mehr möglich wäre. Daher begrüße ich die Aussetzung des Meisterschaftsbetriebes. Wir als Sportverein haben Vorbildwirkung. Und sind daher verpflichtet unsere Mitglieder zu schützen und auch nach außen hin vorbildliches Verhalten an den Tag zu legen. Jedes Sicherheitskonzept hat einen „Flaschenhals“, eine „Achillesferse“. Diese können die Listen sein, für die man sich ja eintragen muss, die Garderoben, die Toiletten oder auch das gemeinsame Bier danach sein. In einem Langenzersdorder Tennisverein hat sich ein Cluster gebildet, weil man sich nach dem gemeinsamen Training, in dem alle Sicherheitsregeln rigoros eingehalten wurden beim Bier im Lokal im benachbarten Bisamberg angesteckt hat. So sicher die vielen Konzepte in Kultur und Sport auch sind. Sie sind leider nicht perfekt.

Auch wenn es mir beruflich und vor allem finanziell, ich bin wie viele wissen hauptberuflich Tischtennistrainer, sehr sehr großen Schaden zufügt, kann ich mich mit dieser Form des Lockdowns durchaus anfreunden. Denn bei aller Wichtigkeit von Sport, Kultur und auch dem eigenen psychischen Wohlbefinden, muss das Sicherstellen unseres Gesundheitssystem und das Retten von Menschenleben vor wirtschaftlichen Interessen an oberster Stelle stehen. Und dafür muss man bereit sein Opfer zu bringen. Unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern mussten 1.Weltkrieg, 2.Weltkrieg, Zwischenkriegsjahre und Nachkriegsjahre bewältigen. Ich denke wir sind bei all den persönlichen Opfern, die wir bringen müssen und bei all der Einschränkungen, die wir auferlegt bekommen, trotzdem noch in einer Situation, die wir alle gemeinsam meistern können und die uns im Vergleich vor 70, 80 oder 90 Jahren noch gut da stehen lassen. Aber natürlich muss hier der Staat entsprechend unterstützend eingreifen und den Menschen, der Kultur und dem Sport unter die Arme greifen. Und damit meine ich jetzt nicht nur der Staatsoper, dem Burgtheater oder Austria und Rapid, sondern besonders dem kleinen Theater, dem Kabarettisten, den kleinen ehrenamtlichen Sportvereinen und jenen Menschen, die im Sport arbeiten und damit einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Gesundheit liefern.
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Noppenphobiker
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Noppenphobiker »

In einer 300m² dürfen keine 6 Personen mehr trainieren, aber in Outletcenter Parndorf dürfen Tausende einkaufen, in Geschäften die mit Grundbedürfnis nichts zu tun haben. Die Gastronomie, in der nachweislich nur ein Bruchteil der Infektionen stattgefunden haben wird wieder zugedreht. Warum dürfen Gaststätten nicht wenigstens von 11:00-19:00 offen haben, damit die Berufstätigen die Möglichkeit haben irgendwo essen zu gehen. Mir fehlt hier die Verhältnismäßigkeit. Ich befürchte fast, dass es nur bewirkt, dass immer mehr "Housepartys" stattfinden werden und dort kommt es leider wirklich zur großen Verbreitung.Was mir noch zu denken gibt, ist die Tatsache, dass sich jede Menge Politiker (Schallenberg, Sarah Wiener) infiziert haben. Für mich bedeutet das entweder halten sich die Politiker nicht an ihre Regeln (die ja angeblich schützen) oder man muss einfach akzeptieren, dass man sich nicht wirklich schützen kann.
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Harnikfan
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Harnikfan »

Ich muss dem Beitrag von Markus G. Recht geben und kann den anderen Beiträgen leider nicht zustimmen.
Gastronomie hat geschlossen, weil ein Betrieb von 6 Uhr bis 19 Uhr ein gewaltiges Minusgeschaft wäre. Kaum ein Betrieb würde das machen, da nehmen die Betriebe bestimmt lieber die 80% des 2019 Umsatzes.

Bezüglich Cluster muss man halt anmerken, dass einerseits immer schon eine recht hohe Prozentzahl NICHT WUSSTE woher die Ansteckung kam. Und jetzt wo zahlreiche Bundesländer das Contact Tracing nicht mehr durchführen konnten, die ganzen Sicherheitskonzepte einfach nicht mehr viel bringen.

Ich habe jetzt leider keine genauen Zahlen bei der Hand, aber selbst wenn nur 25% der Ansteckungsquellen nicht eindeutig identifizierbar sind, ist das bei 5000 Neuinfektionen einfach zu viel. Denn diese 25% finden dann defintiv nicht im Haushalt statt. Die Haushaltsfälle, die statistisch betrachtet die meisten Infektionen ausmachen, liegen unter anderem deshalb vorne, weil das halt jene Fälle sind, die leicht nachvolkziehbar sind.

Und selbst wenn sich beim Sport wirklich niemand/kaum jemand infiziert, dann gibt es halt trotzdem immer noch Anreise (Öffis), Abreise (Öffis) und After-Match Treffen, bei denen man sich infizieren kann. Wenn man die Zahlen wieder drücken will (was offenbar nötig ist, sonst würde man das nicht tun) dann wird es vielmehr sogar noch weitere Maßnahmen benötigen um das in der Viren-Hochsaison November, Dezember, Jänner zu schaffen.

Dass das Outlet Center in Parndorf nicht geschlossen hat, ist aus virologischer Sicher sicher eine Katastrophe. Aber man möchte das Weihnachtsgeschaft, an dem sicherlich auch ein Stück der gesamten heimischen Wirtschaft hängt, verständlicherweise nicht komplett zudrehen. Genauso wie den Wintertourismus.

Aus wirtschaftlicher Sicht absolut verständlich (irgendwie muss ja auch der Staat den ganzen Salat bezahlen) aber ich fürchte, man muss auch dieser Pandemietreiber unterbinden. Aber einen Versuch ist es wert, solange man noch Versuche unternehmen kann.

PS: Und ja, man kann sich nicht wirklich schützen, außer man sondert sich ab, was gerade als Politiker wohl alles andere als einfach ist.
Das ist ja der Grund, warum wir all diese Maßnahmen brauchen, weil man sich nicht selbst schützen kann und immer von den ANDEREN abhängig ist. Mir hilft meine eigene Gewissenhaftigkeit nichts, wenn 2m neben mir einer infizierter Maskenverweigerer in der U-Bahn sitzt, oder in der Arbeit im 10m2 Burözimmer. Und je mehr Menschen infiziert sind, desto schlimmer wiegen jene Personen die sich ich nicht korrekt verhalten. Je mehr Menschen gleichzeitig infiziert sind, desto größer ist die Chance, dass ein Maskenverweigerer/Superspreader darunter ist.
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Noppenphobiker »

Zitat: "Und selbst wenn sich beim Sport wirklich niemand/kaum jemand infiziert, dann gibt es halt trotzdem immer noch Anreise (Öffis), Abreise (Öffis) und After-Match Treffen, bei denen man sich infizieren kann."
Ich finde die Argumntation nicht nachvollziebar. Bei der Anreise mit Öffis macht es bestimmt keinen Unterschied ob man von der Arbeit nach Hause fährt oder zum Training (Meisterschaft) und bei der Abreise wissen wir doch alle, dass dies immer frühestens um 22:00 ist. Die zitierten After-Match-Treffen finden bei uns im Tischtennis eigentlich nie statt, weil man unter der Woche ohnehin froh ist ins Bett zu kommen. Die wirklichen Probleme sind die hirnbefreiten Hippster die im privaten Bereich "Afterworkclubbings" veranstalten, wo der Alkohol in Strömen fließt und alle Hemmungen fallen.Dagegen wird eigentlich nichts unternommen, weil man sich nicht vorhalten lassen will die Grund-und Freiheitsrechte einzuschränken.
Ihr lasst euch von der Politik wirklich alles gefallen und verbeugt auch noch in Dankbarkeit. :notworthy: :notworthy: :notworthy:
Markus G.
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Markus G. »

@noppenphobiker: Da spricht viel viel Frustration aus Deinem Beitrag. Das kann ich nachvollziehen und es tut mir leid, dass Du unter dieser Situation scheinbar noch mehr zu leiden hast als ich oder manch anderer. Was Deinen letzten Satz betrifft, würden mich interessieren: Meinst Du damit das Verhalten der TT-Spieler, der Vereinsobleute, der Verbandsfunktionäre, der Menschen, die von Tischtennis leben oder von der ganzen Tischtennisszene ganz Allgemein?
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Harnikfan »

Noppenphobiker hat geschrieben: Mo 2. Nov 2020, 08:49 Zitat: "Und selbst wenn sich beim Sport wirklich niemand/kaum jemand infiziert, dann gibt es halt trotzdem immer noch Anreise (Öffis), Abreise (Öffis) und After-Match Treffen, bei denen man sich infizieren kann."
Ich finde die Argumntation nicht nachvollziebar. Bei der Anreise mit Öffis macht es bestimmt keinen Unterschied ob man von der Arbeit nach Hause fährt oder zum Training (Meisterschaft) und bei der Abreise wissen wir doch alle, dass dies immer frühestens um 22:00 ist.
Und jemand der nicht in die Arbeit fährt, weil er im Home Office ist, setzt er sich und anderen Leuten der Infektionagefahr aus wenn er mit den Öffis zu Meisterschaften und Trainings fährt. Außerdem fährt ja nicht jeder direkt von der Arbeit zum Training. Manche fahren vorher noch nachhause, weil sie vielleicht Schichtdienst hatten, oder einfach früher aus hatten oder in ihrem Job nicht mit der Trainingstasche aufkreuzen können.

Mich nervt es zum Beispiel auch, dass ich morgen nicht aus dem Home Office arbeiten darf. Und ich bin ziemlich angefressen auf meinen Arbeitgeber (weil ich meine Tätigkeit zu 100% zuhause erledigen kann) dass ich ins Büro muss.
Die Firma beruft sich darauf, dass sie eh alle Vorsichtsmaßnahmen und Regelungen der Regierung übererfüllen. Alles schon und gut und ja, ich sehe im Büro oft wirklich keinen einzigen Menschen. Aber trotzdem fahr ich 1 Stunde mit den Öffis durch die Weltgeschichte. Und genau dieses kurzfristige Denken von Entscheidungsträgern nervt mich.
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Noppenphobiker »

@Markus G. ich meine alle die einfach nicht erkennen, dass die Maßnahmen unverhältnismäßig sind. In vielen Vereinen könnte man unter den strengen Auflagen zumindest trainieren. Wie schon erwähnt darf das Designeroutlet in Parndorf öffnen wo tausende Menschen, für in Zeiten wie diesen, unnötige Einkäufe tätigen. Das Argument mit der Wirtschaft klingt ja plausibel, aber wenn die Gefahr so groß ist, dass auf 300m² keine sechs Leute trainieren dürfen, dann sollten auch nur Geschäfte offen sein die für die Erhaltung der Grundbedürfnisse relevant sind. Es betrifft ja nicht nur den TT-Sport sondern alle Amateursportler und Nachwuchssportler von Indoorsportarten und alle Trainer. Ich empfehle einmal zu hinterfragen, welche positiven Auswirkungen auf die Infektionsrate das Verbieten des Sports im Innenbereich hat. Ich bin mir zu 100% sicher der Unterschied ließe sich statistisch gar nicht nachweisen (falls es überhaupt einen gibt) Die ganzen Verbote im Sport und in der Gastronomie (nicht Bars und Nachtclubs)bewirken nur dass erstens Bewegungsmangel bei Jugendlichen zur Beeinträchtigung des Immunsystems und vermehrt zu Übergewicht führt und zweitens es auch vermehrt zu Treffen im privaten Bereich kommt um gemeinsam zu essen (was noch harmlos ist) und viel schlimmer zu den sinnlosen Afterworkclubbings wo der Alkohol fließt und die Hemmungen fallen. Um es bildlich darzustellen: Wenn ich ein Puzzle mit 1000 Teilen habe und ich möchte, dass man nicht mehr erkennt was es darstellt, wird es nicht viel bewirken wenn ich 3 Teile entferne. Für das Bild wird sich nicht viel ändern aber für die 3 Teile sehr wohl.
Für alle die etwas mehr Hintergrundinformation haben wollen, empfehle ich auf Facebook die Artikel von Mag. Wilhelm Lilge
https://www.facebook.com/wilhelm.lilge/ ... 3888439707
Wie man sieht hat es nicht nur für uns weitreichende Konsequenzen.
Markus G.
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Markus G. »

@noppenphobiker: Danke für die Erläuterung. Du hast in manchen sicher recht, vieles ist natürlich auch persönliche Einstellung und Meinung. Darüber könnte man jetzt „streiten“, ist aber letztlich aus meiner Sicht legitim, dass Du diese Meinung vertrittst. Es gibt halt viele Blickwinkel, nicht nur einen, und deshalb können auch verschiedene Meinungen und Ansichten nebeneinander stehen ohne dass man gleich ein „ständiger Ja-Sager und Gefallen-Lasser“ oder ein „Maskenverweigerer und Querulant“ ist. In meiner Brust schlagen auch mehrere Herzen.
Ich habe oben bereits angeführt warum ich es als Vereinsobmann zum Teil anders sehe. Organisatorischer Aufwand und vor allem Verantwortung für über 150 Mitglieder ist in einer solchen Ausnahmesituation wirklich sehr groß. Gerade vor einer Stunde wurde ich wieder informiert, dass wir nun unseren dritten Corona-Fall, wieder mit Symptomen, im Verein haben.

Als einfacher Tischtennisspieler stimme ich überein, wenn man sich selbst verantwortungsbewusst verhält, spricht gegen ein Einzeltraining alleine in einer Halle sicher wenig dagegen. Schon gar nicht wenn man aus dem selben Haushalt kommt. Ich würde gerne mit meiner Frau oder meiner Tochter weiter trainieren. Andererseits gebe ich auch zu bedenken, hätten sich immer alle verantwortungsbewusst im Sommer und Herbst verhalten, hätten wir die jetzige Situation nicht. Natürlich ist die Regierung weit weg davon alles richtig zu machen. Aber in erster Linie war es die Unvernunft einiger weniger oder vielleicht doch mehrerer, die es so weit kommen lassen.

Als hauptberuflicher Tischtennistrainer war für mich die Situation bereits mit Februar prekär. Ich hatte maximal eine Auslastung von einem Drittel meiner sonstigen Stunden. USI, staatliche Institutionen wie Justizanstalten, Pensionistengruppen oder Schulen haben ihre Pforten für Kurse mehr oder weniger geschlossen. Ich hatte meinen Lock Down im Grunde schon im Oktober. Daher schmerzt das neuerliche runter fahren mich nicht so sehr, vor allem in der Hoffnung, dass sich 2021 vieles wieder normalisiert und ich zumindest wieder eine 50% Auslastung haben kann.

Man muss da also wirklich differenzieren. Oder ich differenziere zumindest für mich. Und nach dem ich in den letzten Jahren schwere Schicksalsschläge hatte, die alle samt mit Krankenhausaufenthalte zu tun hatten, sehe ich das Aufrechterhalten des Gesundheitssystem und das Krankenhäuser nicht gezwungen werden über Leben und Tod zu entscheiden und manchen Menschen die optimale Versorgung zu verwehren, als oberste Prämisse und höchstes Gut.
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Ballonverteidiger »

Es zeigt sich auch hier, dass bei der Corona-Debatte die Meinungen unterschiedlich sind. Genau deshalb finde ich ist es wichtig darüber auch einen zivilisierten Diskurs stattfinden zu lassen. Hier ist das glücklicherweise möglich, bei den Entscheidungsträgern offensichtlich leider nicht bzw. nur unzureichend. Genau das wäre aber für die Causa meiner Ansicht nach extrem wichtig und würde die Krisenbewältigung sicherlich positiv beeinflussen.

Laut Verordnung ist der Profisport von den Sportstättenschließungen und Ausübungsverboten nicht betroffen. Das finde ich in Ordnung. Weiß jemand, was das explizit für die Tischtennis-Bundesligen in den nächsten Wochen solange diese Maßnahmen gelten, bedeutet? Ich konnte weder auf der Bundesliga-Seite noch auf der ÖTTV-Homepage Informationen dazu finden und habe mich auch bislang nicht privat bei aktiven Kollegen kundig gemacht. Als selbst langjähriger Bundesliga-Spieler stelle ich mir vor, dass es hier schwierig sein wird, die Grenze zwischen Amateursport- und Profisport zu ziehen. Selbst in der höchsten Spielklasse - 1. Bundesliga Oberes Playoff - sind nach kurzem Überfliegen der Rangliste ca. ein Drittel der Spieler keine Vollprofis. Zudem kann man bis auf vereinzelte Ausnahmen auch nicht von Profi-Vereinen oder einer professionellen Struktur sprechen. Auch werden die meisten Spieler aufgrund der Sportstättenschließungen nun wohl erschwerte oder möglicherweise gar keine Trainingsbedingungen vorfinden, was möglicherweise zu einer Wettbewerbsverzerrung bei Fortsetzung der Liga in diesem Zeitraum führen würde. Wer weiß etwas aus offiziellen Kreisen, wie es mit den Bundesligen nun vorerst weitergeht? Dass Transparenz und Kommunikation bei ÖTTV und Bundesliga nicht die Stärke sind, ist mir auch aus meiner 15-jährigen Zeit in diversen Nationalkadern und als Bundesliga-Spieler noch gut in Erinnerung. Ich denke, es ist jedoch angebracht hier ein offizielles Statement zu veröffentlichen und die betroffenen Vereine und Spieler entsprechend zu informieren und ihnen eine Perspektive zu geben, wie es in den nächsten Wochen und Monaten weitergeht.
Markus G.
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Markus G. »

Das sehe ich ganz genau so. Ebenso wer hier jetzt unter Bundesligaspieler und auch unter Nachwuchsspitzensportler fällt. So weit ich gelesen habe, wird es diesbezüglich noch genauere Infos geben. Ich bin hier auch sehr gespannt was man darunter genau versteht...
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Ballonverteidiger »

Offiziell gibt es bislang immer noch keine Stellungnahme seitens ÖTTV oder Bundesliga auf ihren jeweiligen öffentlichen Web-Präsenzen, was den Spielbetrieb in den Bundesligen im November betrifft. Ich habe mich privat mit einigen in der Bundesliga aktiven Kollegen ausgetauscht und konnte in Erfahrung bringen wie es mit den Bundesligen weitergeht.

Der Spielbetrieb in den 1. und 2. Bundesligen wird sowohl bei den Damen als auch Herren während der geltenden Ausgangsbeschränkungen im November fortgesetzt.

Seitens ÖTTV gibt es sehr wohl ein offizielles Schreiben unterzeichnet von ÖTTV-Generaldirektor Mathias Neuwirth und dem Bundesliga-Vorsitzenden Mag. Frank Mair, das aber laut meinen Informationen nur an betroffene Vereine und Spieler übermittelt wurde. Dieses besagt, dass sowohl die Ausführung der Bundesliga-Spiele als auch damit in Verbindung stehende Trainingseinheiten gemäß der neuesten Verordnung §9 Abs. 3 Z 1 Covid-19.SchuMaV unter Einhaltung der Präventionskonzepte weiterhin durchgeführt werden dürfen.

Somit fallen alle Bundesligen (1.+2. BL Damen+Herren) laut dieser Information unter den Bereich des Spitzensports. Es sind alle Bundesliga-Aktiven unabhängig ob 1. oder 2. Bundesliga als SpitzensportlerInnen einzustufen und von der allgemein gültigen Regelung des Ausübungsverbotes, die im Amateur-Bereich gilt, ausgenommen. Besagten SpielerInnen, die in diesen Ligen aktiv sind, ist es unter Vorlage dieses Dokuments im Falle einer behördlichen oder polizeilichen Kontrolle gestattet in den Sportstätten trainieren zu dürfen.

Mir liegt dieses Schreiben in digitaler Form vor. Da es aus mir nicht bekannten Gründen bislang nur partiell verteilt wurde, kann und werde ich dem an dieser Stelle auch nicht vorgreifen. Ich hoffe allerdings, dass dieses Schreiben im Sinne der Transparenz auch auf ÖTTV-Seite und Bundesliga-Homepage demnächst veröffentlicht wird, damit das jeder, der das möchte, im genauen Wortlaut nachlesen kann.
Markus G.
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Markus G. »

Stimmt! Ich habe es gestern ebenfalls erhalten und auf Grund dessen eine Anfrage an die Gemeinde gestellt ob trainiert werden kann. Ich bin gespannt ob die Gemeinde trotzdem ein Training von zwei Bundesligaspielern in ihrer Sportstätten untersagt...
schlagmuffel
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von schlagmuffel »

Und wie ist die Perspektive? Was meint ihr? Wird ab dem 7. 12. zumindest Training in Kleingruppen oder zu Zweit wieder möglich sein?
Markus G.
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Markus G. »

Ich denke es wird weiterhin nur den Bundesligaspielern und nationalen Spitzenspielern erlaubt sein. Ich schätze einmal mit den Weihnachtsferien wird es wieder möglich sein. Reine Spekulation!
bigboss_21
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von bigboss_21 »

Harnikfan hat geschrieben: Sa 31. Okt 2020, 11:22 Ein neuerlicher Lockdown steht ja bevor. Ich schätze dass wir uns auch Hobbysport für den gesamten November aufzeichnen können.

Bin nach wie vor sehr froh, dass wir in der RHTT gar nicht erst mit der neuen Saison begonnen haben. Erstens kann man stolz behaupten, nicht für den Anstieg der Zahlen mitverantwortlich zu sein und zweitens würde es sowieso wieder nur in einem Terminchaos enden.

Bin gespannt wie die anderen Verbände mit dem Lockdown umgehen werden. Die Saison kann man zwar nach hinten verlängern und gewisse Spezialregelungen für Verschiebungen sind sicher auch machbar, aber das wird ein sehr stressiges Frühjahr. Spaß macht das dichte Programm dann glaub ich bald keinen mehr. Vor allem werden die Zahlen ja auch im Janner/Februar noch hoch sein (außer eine Impfung kommt). Also ruhigen Gewissens kann man auch 2021 nicht spielen.
Du kannst froh sein.
Selbst wenn alles optimal läuft, kommt das sportliche Chaos !
Wie will man das alles terminlich unterbringen ? DAS GEHT EINFACH NICHT !
Druck herausnehmen ! Also z.B. Meisterschaft 2020/21 in einem Durchgang ( im späteren Frühjahr 2021)
Aber bei den Funktionären ?
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schlagmuffel
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von schlagmuffel »

Ich finde, da wir brav zurückgestanden haben, haben wir es auch verdient, dass man uns wenigstens eine Perspektive aufzeigt. Das sollte in der nächsten Woche geschehen, und es wäre Sache des Österreichischen Tischtennisverbandes, sich darum zu kümmern.
Markus G.
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Markus G. »

@schlagmuffel: Ja, Du hast vollkommen recht! Eine Perspektive wäre wichtig und motivieren! :clap:

@bigboss_21: Ja, es wird wohl auf einen Durchgang hinauslaufen. Vor allem wenn man alle anderen sportliche Wettkämpfe auch unter einen Hut bekommen möchte.
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von bigboss_21 »

Es geht um Kontakte !
Nicht die Kirche sondern der Kirchenwirt ist das Problem.
Nicht Fussball sondern die Anreise, Kabine, Abreise ist das Problem.
Tennisklub: Kabine zu, Kantine zu, nach dem Match mit einem kleinen Bier zusammen neben dem Platz. Siehe LASK Fussball- lauter Schlaucherln.
Und unsere Funktionäre denken ...
Aus der WTTV Homepage:
" Nach derzeitigem Stand ist die frühestmögliche Wiederaufnahme des Meisterschaftsbetriebs mit der 11. Runde ab 7.12.2020 denkbar."
Wer denkt da ???
Nach wochenlangem Pausieren voll in den Betrieb selbst wenn es rechtlich zulässig wäre ?
Ich wünsche euch allen nur Gesundheit trotz dieser Vertreter !

Anm.: Man kann jetzt schon mit der Vorbereitung beginnen: Weniger essen, mehr indoor Bewegung um die Gewichtszunahme zu begrenzen.
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Re: TISCHTENNIS in Corona Zeiten

Beitrag von Ballonverteidiger »

So wie ich die Debatte und die politische Lage bei uns verfolge, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass in diesem Jahr eine Rückkehr zum Trainings- oder Meisterschaftsbetrieb in egal welcher Sportart im Amateurbereich noch erfolgen wird dürfen. Frühestens würde ich damit Anfang 2021 rechnen. Die Politik wird hier versuchen die Bevölkerung bis nach Silvester möglichst zu Hause festzunageln. Zudem ist der Amateur-Sport von der Priorität her bestimmt ganz unten auf der Lockerungs-Agenda der Politik. Daher wird das vermutlich einer der letzten Bereiche sein, der wieder gelockert wird. Der ÖTTV ist leider generell schwach, daher ist hier keine Initiative zu erwarten. Ich denke auch, dass es vermutlich nur einheitliche Regelungen geben wird was das Ende des Betretungsverbotes von Sportstätten betrifft, die dann sportartenübergreifend gelten werden. Insofern muss man eher auf Initiativen der BSO hoffen als auf jene von einzelnen Fachverbänden. Aber es gibt hier scheinbar keinen Schulterschluss diese Initiative voranzutreiben und wie von vielen gefordert auch der Politik kritisch entgegenzutreten.

Ich habe hier bereits zu Beginn des "Lockdown light" eine Petition unterzeichnet, die sich für eine Rückkehr des Nachwuchs- und Vereinssports einsetzt. Zu finden unter: https://mein.aufstehn.at/petitions/lass ... rt-ausuben

Was die Fortführung des Meisterschaftsbetriebs betrifft, würde ich den Meinungen hier zustimmen. Bis 2021 abwarten, zuerst einen geordneten Trainingsbetrieb ermöglichen und dann versuchen den Herbstdurchgang abzuschließen und diesen als Endergebnis für die Spielsaison 20/21 heranzuziehen und auf eine Rückrunde aufgrund der nicht prognostizierbaren Entwicklungen im März/April/Mai schlichtweg zu verzichten.
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