Mehr Frauen im Tischtennissport! Was könnten wir tun?

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HdB
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Beitrag von HdB »

Es gab bereits einen ähnlichen Thread. Leider ist das Thema noch nicht ausgestanden. Die Anzahl der Frauen im Tischtennissport ist leider weiterhin ein Schwachpunkt.

Wie könnte beispielsweise das Forum für mehr Damen im Tischtennis werben? Welche Möglichkeiten könnten wir ergreifen, um Frauen für unseren Sport zu gewinnen?

Nicht fragen, was die anderen tun könnten/sollen.

Was könnte jeder von uns, die Forumscommunity, tun?


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lö.be.
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Beitrag von lö.be. »

Attraktive Männer müssen her - so kommen auch die Frauen zum Tischtennis!



Markus G.
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Beitrag von Markus G. »

Das Nachwuchstraining verstärkt für Mädchen attraktiver gestalten. In den Volksschulen speziell nur Schnuppertrainings für Mädchen durchführen und diese dann mit besonderen Angeboten, wie ein Jahr gratis Training, Material gratis zur verfügung stellen und ähnliches in den Verein locken. Mädchen und Burschen werden zu oft über einen "Kamm" geschert. Eines ist klar, eine solche Initiative hat 100%ig Erfolg, aber sie muß großflächig durchgeführt werden.


Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

Antoine de Saint-Exupery
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stealth
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Beitrag von stealth »

auch auf der oöttv hp wurde eine diskussion mit diesem thema gestartet:

Thema: TT - Damensport - Auswege aus der Krise
Die Anzahl der OÖ. Damen-Mannschaften ist sehr gering. Alle Bemühungen diese zu steigern sind bisher gescheitert.
Damen nehmen an Turnieren immer seltener teil. Jüngstes Beispiel: Landesmeisterschaft der Juniorinnen
Anregungen? Vorschläge?

Willi Knoll
Wir haben glücklicherweise derzeit ca. 30 Nachwuchsspieler im Verein, darunter aber nur 1 Mädchen. Bei Trainingsbeginn vor ca. einem Jahr waren sie noch zu zweit. Ich kann schon verstehen, wenn es der verbliebenen Spielerin ohne "Tischtennisfreundin" über kurz oder lang vermutlich keinen Spaß mehr machen wird. Vor mittlerweile über 20 Jahren hatten wir ca. 10 Mädchen, die gemeinsam begonnen haben. Sie haben fast alle bis zum Erwachsenenalter durchgehalten, Damenmeisterschaft gespielt und es teilweise bis zur Kaderspielerin geschafft. Letztlich haben die langen Fahrtstrecken und ein damit verbundenes Schlüsselerlebnis (Fahrt nach Linz, wegen Parkplatzproblemen zu spät gekommen, w.o. für den Gegner, Heimfahrt ohne gespielt zu haben. "Nein danke, nie wieder") den Damen die Lust am TT-Sport genommen.

In der aktuellen Situation wäre es vermutlich noch am ehesten möglich unsere eigenen Damen für eine Damenmeisterschaft zu (re-)aktivieren, wenn die Meisterschaft in den unteren Klassen zeitlich geblockt und an einem zentralen Ort in der Region stattfindet (Ähnlich wie beim Grenzlandcup-Finale). Der/die Regionalsieger könnten sich dann zu einer weiteren Finalrunde treffen.

Weitere Idee: Bislang ist Tischtennis ja fast überall ein reines Männerumfeld , das "taugt" vielen Mädchen nicht. Jedenfalls sind die "Anwerber" und Trainer in den Vereinen fast ausschließlich Männer. Wie viele Trainerinnen sind eigentlich in OÖ Vereinen aktiv? Ein Ansatzpunkt wäre weibliche Trainer auszubilden und zu fördern.

Wenn man das Problem ernsthaft angehen will, könnte am Beginn eine Studie der Gründe stehen. (Systematische Befragungen von Aktiven, "Aussteigerinnen" und eines repräsentativen Ausschnitts der vom Verband definierten Zielgruppe - vielleicht in Schulen?). Möglicherweise braucht ja eine Studentin ein Thema für eine Arbeit? Für die anschliessende Umsetzung der Ergebnisse sollte man eine junge Tischtennisspielerin beauftragen, die engagiert ist, sich im Tischtennissport auskennt und weiß, was Mädchen anspricht (Umfeldaktivitäten). Die Erkenntnisse sollten auch Teil der Ausbildung zukünftiger Trainerinnen sein.

Könnten sich in weiterer Folge Damen aus verschiedenen Vereinen nicht zu einer Spielgemeinschaft zusammenfinden, ohne dass es gleich den gesamten Heimverein betrifft? Meinetwegen gibt es dann halt einen Fantasienamen, für unseren Fall z.B: Spielvereinigung Innviertel.

Ansonsten unterstütze ich die von vielen gestellte Forderung, dass die Damen unbegrenzt in der Herrenmeisterschaft mitspielen dürfen. Mit dem diskriminierenden Modus verjagt man sonst womöglich noch die letzten "Übriggebliebenen". Wenn man erkannt hat, dass zu wenig Damen spielen, dann sollte man diejenigen die spielen wollen, auch ohne Einschränkung spielen lassen. Alles andere führt bei den Vereinen zu verständnislosem Kopfschütteln. Oder hat man nach Einführung der Beschränkung festgestellt, dass sich jetzt mehr Damenmannschaften zur Meisterschaft angemeldet haben? Möglicherweise funktioniert das im Zentralraum OÖ sogar. In der "Provinz" würgt es jegliche Ambition ab.

Mayr Margot
Ich würde die Damen-Beschränkungen im Herren-Tischtennis komplett aufheben. Dadurch würde es den Vereinen ermöglicht, mehrere Damen ohne Damenmannschaft (welche wegen der weiten Wegstrecken unter der Woche relativ uninteressant ist) einzusetzen. Es würde sich gerade in den kleinen Vereinen die Anzahl der angemeldeten Damen sofort steigern. Durch das Training und durch den Vergleich mit den Herren würde sich so auch das Niveau schnell steigern. In der Folge würden dann sicher auch mehr Damen (besonders aus kleinen Vereinen) an Turnieren teilnehmen.Ich glaube man muss sich überlegen, was man wirklich will - mehr Damenmannschaften oder mehr Damen im Tischtennis.

Josef Öberseder
Wenn man von etwas überzeugt ist und danach handelt, wird es gelingen, egal was es ist. Zugegeben bedarf es auch Geduld. Wenn sich Gleichgesinnte zur richtigen Zeit finden, dann passiert es. Dann heißt es einfach zulassen und fördern. Dem TT-Sport wünsche ich mehr Sachlichkeit und Wettbewerb, ein Überdenken der Strukturen, womit sich eine (sportliche und gesellschaftsfähige) Perspektive von selbst auftut. Nur dann findet die Jugend Reize. Was so anders passiert und dem TT-Sport weniger förderlich ist, ließe sich an Beispielen beliebig auffüllen und Zeilen füllen. Auch an das sollte gedacht werden, wenn sich außerhalb eines Systems dort und da etwas auftut. Wünsche dir für deine Initiative viel Mut und gutes Gelingen.

Willi Resch
Danke für eure Schreiben, sie zeigen, dass ihr unsere größte Herausforderung - die Damen - noch nicht aus euren Gedanken gestrichen habt. Allein die Tatsache, dass wir Männer uns über die Damen Gedanken machen müssen, sagt schon einiges. Wenn aber niemand mehr sich darüber Gedanken macht, würde dies den Todesstoß für den Damensport bedeuten.

Zur Problematik: Egal, was in den jahrelangen Versammlungen an Anträgen verabschiedet wurde, der entscheidende Durchbruch ist nie gelungen. Eines zeigt sich aber ganz klar: Nur dort, wo es eine reine Damenmeisterschaft ohne Mix gibt, floriert der Damensport.Ich staune nur, dass sogar in einer reinen Männersportart wie Fußball mittlerweilen 23!!!! Damenteams aktiv sind (OÖN-Beilage montags), ganz zu schweigen von Tennis - man staune nur mittwochs (OÖN-Beilage) über die vielen,vielen Damenklassen und -teams! Hingegen stagnieren alle Mix-Sparten (TT,Badminton,...). Auch eine ITTF-Untersuchung hat gezeigt, dass nur in den Ländern der Damensport intakt ist, in denen es reine Damenmannschaften gibt.

Aber: Die derzeitige Situation bietet für gute Spielerinnen wenig Anreiz - das Niveau ist einfach zu schwach. Wie aber soll es auch steigen, wenn alle ab einer gewissen Spielstärke in die Herrenteams flüchten? Geben wir alles frei, werden wir nur mehr Damenlandesmeister präsentieren, die die "Aufnahmsprüfung" in Herrenteams noch nicht geschafft haben - unser Ziel? Innerhalb unseres Landesverbandes gibt es derzeit 2 förderungsbedürftige Angelegenheiten: Jugend und DAMEN. Ich bin heute noch überzeugt, dass die damalige Regelung, wer eines dieser beiden Aufgabengebiete erfüllt, von Förderbeiträgen befreit sein sollte, richtig war. Wir haben nur 2 Möglichkeiten: Anreize schaffen oder Bedingungen stellen - derzeit hapert es leider bei beiden.

Willi Resch
Nachwuchstraining floriert nur dort, wo es gelingt, Atmosphäre zu schaffen, Cliquen zu bilden, wo MAN sich im TT-Training trifft, wo MAN ins TT-Training geht.Ein Beispiel: In Kirchbichl ist Mädchen-TT IN. Die Kirchbichler klagen, dass sie nur Mädchen im Training hätten und es ungemein schwierig sei, Buben für Tischtennis zu begeistern - schau, schau!Auch,wenn Klasse vor Masse für uns oft wichtiger erscheint, auch der umgekehrte Vorgang hat seinen Vorteil - Werbung für die coolen TT-Trainingseinheiten, denn dort tut sich was!

Walter Fink
Im Anfängertraining sind den meisten Mädchen die Buben zu wild (bis 11) und zu kindisch (11-14). Dann funktionierts besser. Getrennte Trainings sind den kleineren Vereinen meistens nicht möglich. Die "Burschikosen" bleiben. Erreichen sie das Damenalter ist die Ausfallquote wegen Partnern und auch durch die Einschränkungen bei der Teilname an den Herren-Mannschaftsmeisterschaften sehr hoch.

Riedl
Damenmannschaften recht und schön, aber sind wir uns ehrlich pro Verein sind höchstens zwei Damen, die nie gleichzeitig höher spielen dürfen als 1.Klasse. Das ist ja frustrierend. Die meisten wollen einfach nicht so weit fahren um in einer Damenmanschaft zu spielen. Darum würde ich die Regel bei normalen Meisterschaften wieder abschaffen.

Norbert Huber
So wie es aussieht, beschränkt sich eine etwas intensivere Nachwuchsarbeit derzeit auf vielleicht 20 Vereine. Aus Gesprächen bei einigen Funktionären, macht sich auch der Frust bemerkbar, sich einige Jahre intensiv um Jugendliche vor allem auch weibliche Nachwuchskräfte "umsonst" bemüht zu haben. Zum Teil kann ich das auch verstehen. Grundsätzlich glaube ich, ist das ein Funktionärsproblem. Wenn jemand die Nachwuchsarbeit immer unter dem Aspekt "Was bekomm ich zurück? Welche Erfolge feiere ich kurzfristig als Trainer oder Verein?" sieht, wird eine kontinuierliche Nachwuchsarbeit nicht einfach sein.

So wie in vielen anderen Bereichen gibt es Hochs und Tiefs. Je mehr man mit dieser Einstellung leben kann, umso mehr wird man in den Bereich des Breitensports kommen, wo die Motivation von Funktionären, etwas für die Allgemeinheit zu tun, im Vordergrund steht. Erst durch die Breite entwickeln sich Möglichkeiten, weiterführende Strukturen zu schaffen, wo auch der Leistungsgedanke dann vermehrt zum Tragen kommen kann.

So wie in anderen Sportarten gibt es auch immer wieder "Hochburgen", die fast traditionell gute Strukturen und auch Funktionäre haben, da Leute bereits in bestehende Systeme hineinwachsen können (weibl. Nachwuchs aus Tirol). Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen und immer wieder an die Vereinsveranwortlichen appelieren, die Mädchen nicht links liegen zu lassen, sondern sie vor allem in Gruppen aus den Volksschulen an den TT-Sport heranzuführen. Ohne persönlichen Einsatz einzelner auf Vereinsebene wird eine Förderung seitens des Verbandes nie funktionieren.

Wenn wir Schüler zum TT-Sport bringen wollen, müssen wir in der heutigen Zeit nicht nur TT anbieten. Das ist zu Beginn fast eine Nebenerscheinung. Viel wichtiger ist, "Action" bieten zu können. TT am Beginn für 7-10 Jährige als Freizeitbeschäftigung steht in unmittelbarer Konkurrenz zu vielen anderen Angeboten wie verschiedenste Sportarten, Jungschar, Musikschule, Pfadfinder, Computer, undundund.

Nur wer Gemeinschaft und das über einen längeren Zeitraum bieten kann, wird Jugendliche bei der Stange halten können. Dann wird es auch einen natürlichen Zulauf geben, frei nach dem Sprichwort: "Wo Tauben sitzen, werden andere Tauben zufliegen".



bigboss_21
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Beitrag von bigboss_21 »

Die Realität:
Bei der Jugend EM Ö Schülerinnen auf Platz 35 oder 36 bei 40 teilnehmenden Nationen. Seit wievielen Jahren beschwatzen uns immer die gleichen Funktionäre, daß alles besser wird ??? Vor vielen Jahren wurde eine Chinesin eingebürgert. Ziele von damals, Vorstellungen von damals ? Heute weiß man, sie hat dem Damen TT Sport endgültig das Genick gebrochen ! Und die Reaktion: Noch mehr Chinesinnen,.... Einziger Weg: Keine Hochstapler, eigener Nachwuchs wird gefördert und nicht durch Einbürgerungen demotiviert ! Aber das dauert Jahre und kostet auch Geld. Solange die Chance auf Erfolge zunichte gemacht wird, will kein Mädel das Training auf sich nehmen ! Verständlich ! Alles andere ist nur nutzloses Gequatsche. Die Möglichkeit der Damen bei den Herren mitzuspielen, hat auch alles nur schlechter gemacht. Kein Verein bemüht sich mehr um Mädchen, um eine Mannschaft zu stellen, er läßt sie bei den Herren mitlaufen. Für spielstarke Mädchen könnte man eine Ausnahme machen wie seinerzeit Niederlande mit Vriesekop. Aber wir sind ja in Österreich !


Markus G.
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Beitrag von Markus G. »

Quote: Solange die Chance auf Erfolge zunichte gemacht wird, will kein Mädel das Training auf sich nehmen !

Ich glaube es wäre doch ein wenig blauäugig zu meinen, dass die Chinesinnen schuld daran sind, dass zu wenig Mädchen mit unserem Tischtennissport beginnen. Die Fehler sind sicherlich anderswertig zu orten. Wenn ich in Langenzersdorf niemals über 5 Mädchen gleichzeitig im Training verfügt habe, dann kann keine Chinesin auf der Welt etwas dafür. Man muss an der Basis etwas verändern und NICHT an der Spitze. Wenn die Basis breiter wird, dann wird auch die Spitze stärker. Ich gebe Bigboss aber insofern recht, dass es für die zweite Garde an weiblichen Spitzenspielerinnen sicherlich nicht sonderlich motivierend sein kann, wenn alle Plätze im Nationalteam von eingebürgerten Chinesinnen besetzt sind. Kurzfristig könnte man auch hier den Hebel ansetzen, langfrostig wird es aber nur über die Basis funktionieren!!!


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Antoine de Saint-Exupery
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noch ein Flötzer
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Beitrag von noch ein Flötzer »

es gibt ja immer wieder einige mädls, damen......die daran denken mit tischtennis aufzuhören obwohl sie schon eeeeewig lang (3 jahre aufwärts) spielen..ich denke es sollte zuerst daran gearbeitet werden...die damen sollten erst gar nicht daran denken aufzuhören, aus welchen gründen auch immer..naja größtenteils fehlt die motivation zum weitermachen und ich denke da sollte man ansetzen, jedoch wie man den tischtennissport für die damen attraktiver machen soll .... hmmmm ...

"Die Möglichkeit der Damen bei den Herren mitzuspielen, hat auch alles nur schlechter gemacht"....das empfinde ich nicht unbedingt als schlecht....


-Vergangenheit ist Geschichte, Zukunft ist Geheimnis, aber jeder Augenblick ein Geschenk-
ismir
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Beitrag von ismir »

ich bin der meinung, dass die realität schon ein bissi anders ausschaut. was vor allem fehlt ist der unbedingte wille durchzubeissen, sich gegen bessere durchsetzen wollen. weiters sind es die rahmenbedingungen die grosse role spielen. die besten talente gehen unter, wenn die keine "profesionelle" trainingsbedingungen haben. wer kann es sich es leisten 4x in der woche längere anreisen zum training an sich zu nehmen und dazu noch in der schule halbwegs gute leistungen zu bringen und das womöglich als minderjährige. wird nicht zu viel auf dem rücken der eltern ausgetragen? wenn verband erfolge haben will, dann muss er auch was dazu beitragen. wenn es skigymnasium gibt, warum nicht tischtennis gymnasium mit einem profibetreuerstab und einem internat?
und die ausrede mit den chinesinen lasse ich auch nicht gelten. wäre nämlich der Ding Yi oder Stani Fraczyk dem Werner Schlager zu stark, hätten wir keinen weltmeister! schon vergessen?



bigboss_21
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Beitrag von bigboss_21 »

Schon vergessen, wie Werner von Ding Yi "niedergemacht" wurde ? Wieviele Österreicher spielen / können spielen in der A-Liga - B-Liga ? Die Vereine holen einfach einen Ausländer, ist doch viel billiger als auf Eigenbau zu setzen. Gibt ganz einfache Lösungen, das zu steuern: Nenngeld exorbitant erhöhen und dafür Prämien an Vereine, die Eigenbau einsetzen ausschütten. Völlig regelkonform ! Aber auch hier keine Bereitschaft zur Steuerung ! (gilt natürlich auch für Herren !) Es fehlt die Motivation zum Weitermachen ? Fragt mal, warum sie aufhören ! Ich kenn die, die wegen den Chinesinnen aufgehört haben. Sonstige Gründe ? Ausreden ?


HdB
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Beitrag von HdB »

Das geht ein bisschen vom Thema ab. Bei den Damen kann man sogar in die 2. Bundesliga nennen. Also kein Anlass aufzuhören, weil man nicht oben zum Einsatz kommt.



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Markus G.
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Beitrag von Markus G. »

Fakt ist, dass zu wenige Mädchen mit dem Tischtennissport beginnen. Diese geringe Anzahl an Nachwuchsspielerinnen setzt sich dann bei den Damen überproportional fort. Jeder der für Nachwuchstraining zuständig ist, weiß von der sehr hohen Drop-Out Rate bei den männlichen Jugendlichen. Dort ist die Rate aber nicht so "gefährlich", da es auch eine ziemlich große Anzahl an Spielern gibt. Denke aber dass rund 1 Spieler von 10 Spielern über die Jahre hinweg beim Sport bleibt. Bei Burschen wie geschrieben nicht so gravierend, bei Mädchen, die ohnehin schon nur geschätzt rund 5% des gesamten Trainingsbetriebes ausmachen, ist dies dann verheerend und sorgt letztendlich dazu, dass es an der Spitze an Alternativen fehlt.

Diese Diskussion macht also nur dann Sinn wenn jeder Nachwuchstrainer hier Initiativen setzt bzw Vorschläge macht, wie man vermehrt Mädchen im Mini-Unterstufen oder Unterstufenjahr anspricht mit unserem Sport zu beginnen. Hier muß eingehakt werden, nicht bei Einbürgerungen diverser Chinesinnen.

Also Vorschläge?!


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Antoine de Saint-Exupery
Showspieler
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Beitrag von Showspieler »

Wir hatten auch das Problem, bisher überhaupt keine Mädchen im Verein gehabt zu haben. Jetzt sind es einmal zwei. Wir versuchen mit speziellem Training mit weiblicher Trainerin eine andere Note ins Spiel zu bringen. Das kann aber sicher nicht jeder Verein anbieten. Wir versuchen es derzeit überhaupt mit viel Spaß im Training, nicht nur dem Leistungsgedanken. Die die gut werden wollen, werden natürlich trotzdem speziell gefördert. Vielleicht ist es auch ein Problem, dass sich viele Trainer die Zeit nur nehmen, wenn sie dann gut da stehen, weil die Kids erfolgreich sind. Hat natürlich was für sich, weil wozu soll man sich das alles "antun", wenn dann nix herausschaut. Die größte "Gefahr" für unseren Sport ist bei den Mädchen das Aufhören mit 15 bis 19, weil alles andere wichtiger wird. Passiert bei Burschen auch, aber viele sind da schon ein bisschen fukossierter.
Naja, das war jetzt viel Geschwafel ohne konkrete Antworten. Aber ich denke auch drüber nach. Immerhin.


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Markus G.
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Beitrag von Markus G. »

Quote: Vielleicht ist es auch ein Problem, dass sich viele Trainer die Zeit nur nehmen, wenn sie dann gut da stehen, weil die Kids erfolgreich sind.

Gerade Trainer, die so denken, sprich den schnellen Erfolg suchen, sind bei Mädchen "gut" aufgehoben. Aufgrund der geringen Anzahl an Mädchen, die wettkampfmässig Tischtennis spielen, sind Erfolge zumindest im kleinen Rahmen, wie LMs, fast schon vorprogrammiert.

Das Alter zwischen 15 und 19 ist in der Tat "gefährlich", bei Mädchen wie Burschen. Wenn die Gemeinschaft innerhalb des Vereines intakt ist, es also, verzeiht mit den "modernen" Ausdruck, cool ist zum Vereinstraining zu gehen, auch nur um vor und nach dem Training noch zusammen zu sitzen und über Gott und die Welt zu quatschen, dann ist die Gefahr aus meiner Erfahrung herabgesetzt, dass Spieler/innen aufhören. Das "Gesamt-Paket" gerade in diesem Alter muss stimmen. Wer hier zu leistungsorientiert arbeitet, gruppendynamische und soziale zwischenmenschliche Prozesse nicht berücksichtigt oder sogar verhindert, wird auf lange Sicht viele Jugendliche verlieren.

@Showspieler: Finde es schön, dass Du die Diskussion hier wieder aufgreifst und Deine Ideen niederschreibts. Wäre schön wenn sich hier einige Trainer/innen oder Spieler/innen daran beteiligen würden!!!


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Antoine de Saint-Exupery
Klaus Weber
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Beitrag von Klaus Weber »

Da ich mich schon längere Zeit mit dem weiblichen Nachwuchs im Tischtennis mehr oder minder erfolgreich beschäftige, möchte ich zu den schnellen Erfolgen einiges bemerken. Markus, du hast recht! Auf LM Ebene sind diese gewiss rasch zu erreichen. Will man aber mehr, so ist der Aufwand um einiges höher als bei den Burschen. Drei Mädchen unseres Vereines sind in der 1. Gruppe der Österr. NSL vertreten. Nicht nur die persönlichen Befindlichkeiten der jungen Damen, ihre pubertären Probleme, Eifersüchteleien, Umgangsformen untereinander machen Training und Betreuung in dieser Ebene weit schwieriger als bei den Jungs. Will man diesen Label halten, so ist man als Trainer und Betreuer besonders gefordert. Im Gegesatz zu den Burschen ist hier schon ein individuelles 'Eingehen', wie es sonst nur bei Top-Sportlern im Erwachsenenbereich vorkommt, unbedingt notwendig. So lässt man Mädchen, falls vorhanden, auf Landesebene mitspielen und freut sich über den 'schnellen' Erfolg. Alles darüber hinaus ist mit 'Knochenarbeit' verbunden, die sich die wenigsten antun wollen. Daher ist die Spitze beim weiblichen Nachwuchs auch so ausgedürrt.
Und gewisse Fehler, die vom ÖTTV hinzukommen, verstärken diese Situation noch zusätzlich.
OK! Habe wie Showspieler (der weis, von was er spricht, denn seine Schwester, eine Topspielerin, hat eine Saison unsere Young Girls Mannschaft in der 2. Bundesliga verstärkt) auch keine Patentlösung parat. Aber, wie ihr bemerkt, beschäftigt auch mich dieses Thema.
Lg. BeBu




Szenekenner
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Beitrag von Szenekenner »

Superanalyse von Klaus Weber ! Lege nach: Diese verhätschelten Zicken und deren Stutenbissigkeit bedarf schon eines Stoikers, um das auszuhalten ! Ich halte den Neuaufbau mit lauter Minis für falsch. Man müßte sich mehr um die bereits "abgefallenen" Mädels kümmern, ihnen neuen Mut geben, denn eine ausgeglichenere Altersstruktur hat schon eine Bedeutung.


Und basta !
Markus G.
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Beitrag von Markus G. »

Ein Neuaufbau kann einerseits nur über den Nachwuchs funktionieren, andererseits darf und soll man sich auch über den Damensport Gedanken machen, auf welche Weise man diesen attraktiver gestalten könnte.


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Antoine de Saint-Exupery
fotoundmakeup

Beitrag von fotoundmakeup »

Hallo!

Also ich würde gerne das Tischtennisspielen von grund auf lernen. Versuche nun schon seit wochen einen verein/club in wien zu finden, der kurse für erwachsene (damen?) anbietet, bzw. einen trainer, bei dem ich mal einige stunden nehmen kann.

Ich hab' eigentlich nichts gefunden - den wr. tischtennisverband hab ich erst vor weihnachten kontaktiert, und wahrscheinlich daher keine antwort.

Also, wer möchte mir ein paar nachhilfestunden geben? wo gibt's kurse für erwachsene? wo gibt's einen verein, der (zumindest mal für den anfang) den breitensport fördert?

Daten zu mir: geb. 1975, weiblich

Freu' mich über rückmeldung, am besten gleich auf mailto:fotoundmakeup@yahoo.de!

danke, lg martha


2 kreative Hobbies aus Wien
Fotografie und Visagistik
http://www.fotoundmakeup.at
mailto:fotoundmakeup@yahoo.de

Mein 1. Schläger:
Stiga Saive Control konkav + 2x Belag Stiga JMS EVO 1 (one) - 1,8mm

Vereine:
www.hakoah.at
Ti
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