Zweier-Damen-Teams im WTTV?

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stealth
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Beitrag von stealth »

@szenekenner
ad 1) damen dürfen nicht mehr bei den herren spielen
ich will hier gar nicht allzusehr auf die grundsatzdiskussion der geschlechtertrennung eingehen. meine prinzipielle frage dazu: warum sollte auch nur eine frau mehr deshalb tischtennis spielen? weil die frauen angst vor den herren haben? und werden die, die es betrifft (frauen), gar nicht gefragt?
ad 2) damenverein
es ist ja keinem verein verboten nur damen als mitglieder aufzunehmen. oder soll der verband diesen gründen? ein verein ist natürlich von den mitgliedsbeiträgen abhängig. ein solcher verein müsste also schon aufgrund dieser selbst gewählten einschränkung (nur frauen) finanziell gestützt werden. da noch zusätzlich für training finanziell vom verband beigesteuert wird, handelt es sich sowieso schon um einen verbandsverein. oder soll der verband (=alle anderen vereine) nur zahlen, die entscheidungen trifft aber ein anderer?
ad 3) verein darf nur wr-liga damen spielen, wenn er jugendarbeit macht
unabhängig davon wie diese jugendarbeit zu definieren wäre, warum sollte deshalb nur eine frau (über 18) mehr tischtennis spielen? das führt allenfalls zu einer umschichtung der spielerinnen (hoffentlich nicht nach nö).



Szenekenner
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Beitrag von Szenekenner »

Es ist unmöglich zu diskutieren, wenn eine Seite die Argumente nicht versteht bzw. nicht verstehen will. Daher letztmalig ein zusätzliche Erklärung:
Wenn die Damen nicht mehr bei den Herren spielen dürfen, muß sich der Verein um eine Mannschaft bemühen und kann nicht seine Dame einfach bei den Herren einsetzen und sie damit zufriedenstellen. Tatsache aus jahrzehntelanger Erfahrung - basta.
Damenverein auf "freiwilliger" Basis aber eben mit finanzieller Unterstützung jener, die nichts zum Damensport beitragen. Mit Demokratie kommt man hier nicht weiter, es sollte ja auch die Mehrheit nicht einfach den Damensport abschaffen.
Wenn jeder Da-Liga Verein eine Nachwuchsmannschaft haben muss, spielen zwangsläufig mehr Damen und man baut Teams auf ! Und wenn eine Umschichtung stattfindet, ist das nur gut, denn dann entsteht ein Verein, der wieder Nachwuchs anzieht. Und die Abwanderung nach NÖ ist glatter Unsinn ! Wer will den in NÖ spielen, am Wochenende und herumfahren ? Erfahrung: Schwechat, als die nach NÖ gezogen sind.
Die Ideen von Markus sind ja recht lieb, aber sonst haben sie sich schon als untauglich erwiesen. Es gab schon Übungsleiterkurs, Ergebnis ?
Was sollen Volksschulaktionen ? Niemand hat die notwendige Infrastruktur. Wer hat bei den Burschen schon einmal ein ganzes Semester eine Schulklasse betreut ? Einen Showvormittag geht das leicht aber dann ! Glaubt irgendwer wirklich, daß mit Nenngeldbefreiungen mehr Mädchen spielen ? WEnn sie nur wegen dem Nenngeld nicht spielen, dann fehlt sowieso die Perspektive und anfangen wird niemand, nur weil er in 3 Jahren keine Nenngeld bezahlt. Wir brauchen jetzt Spielerinnen und wenn es auch ältere sind. Dann haben die Jungen wenigstens Trainingspartner, immer wieder bei Null beginnen und dann abbrechen ist sinnlos.
Aber leider wollen das viele nicht verstehen und schreiten am Holzweg
rasch voran und munter in die völlige Bedeutungslosigkeit. Änderungen ja, aber unter der Bedingung, es darf sich nichts verändern !
Auf die "verlorenen" Gelder der Projekte ist keiner eingegangen, ist ja unangenehm ! Gute Nacht, Damen TT Sport in Österreich !


Und basta !
Markus G.
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Beitrag von Markus G. »

Quote:Wenn die Damen nicht mehr bei den Herren spielen dürfen, muß sich der Verein um eine Mannschaft bemühen und kann nicht seine Dame einfach bei den Herren einsetzen und sie damit zufriedenstellen. Tatsache aus jahrzehntelanger Erfahrung - basta.

Theoretisch JA, praktisch wird es so ablaufen, dass die einzige Dame im Verein entweder aufhören wird oder den Verein wechselt wo mehr Damen sind. Vereine mit Damen werden weniger und es wird wohl nur mehr eine kleine Auswahl an Vereinen mit Damen geben.

Würde über eine solche Frage bei einer Sitzung abgestimmt werden, würde ich mich ENTHALTEN.

Quote:Damenverein auf "freiwilliger" Basis aber eben mit finanzieller Unterstützung jener, die nichts zum Damensport beitragen.

Vereinsarbeit hat viel mit Identifikation zu tun (zumindest für mich). Ich kann einem künstlich gebildeten Verein nur für Damen nichts abgewinnen. Ein Verein muss wachsen, es müssen sich Strukturen bilden, die zwischenmenschliche Komponente darf nicht ausser acht gelassen werden. Glaube ein solches Projekt wäre zum Scheitern verursacht. Einem monatlichen Training speziell für Damen aller Spielstärken fände ich hingegen durchaus positiv!

Quote: Wenn jeder Da-Liga Verein eine Nachwuchsmannschaft haben muss, spielen zwangsläufig mehr Damen und man baut Teams auf ! Und wenn eine Umschichtung stattfindet, ist das nur gut, denn dann entsteht ein Verein, der wieder Nachwuchs anzieht.

Wie geschrieben mit einer solchen Idee könnte ich leben. Damen Wiener Liga Teams, die keinen weiblichen Nachwuchs haben, müßten eine finanzielle Entschädigung zahlen. Wie aber ebenfalls schon gesagt, mit Zwang erreicht man oftmals genau das Gegenteil.

Quote: Und die Abwanderung nach NÖ ist glatter Unsinn ! Wer will den in NÖ spielen, am Wochenende und herumfahren ? Erfahrung: Schwechat, als die nach NÖ gezogen sind.

Ein Blick zu den Herren zeigt, dass Wiener durchaus gewillt sind, am WE zu spielen. Ist bei den Damen nicht anders. Ringerlfee hat auch gewechselt und könnte hier ihre Erfahrungen schildern...

Quote: Die Ideen von Markus sind ja recht lieb, aber sonst haben sie sich schon als untauglich erwiesen. Es gab schon Übungsleiterkurs, Ergebnis ?

Gar nicht mal so schlechte. Eva hat den Übungsleiterkurs gemacht und seitdem sowohl beim Trainingsleiten in Langenzersdorf wie auch beim Sierndorfer Trainingslager davon profitiert. Ebenso hat Goldfisch den Kurs absolviert und ist für das Nachwuchstraining in Sierndorf verantwortlich und eine große Stütze beim Trainingslager in Sierndorf. Bei den Herren fällt mir besonders Roman Holecek ein, der seit dem Übungsleiterkurs Trainings bei OLY und zwischenzeitlich auch in LE, ich war sehr zufrieden mit ihm, gemacht hat. Um nur einige aufzuzählen. Wenn nach jedem Übungsleiterkurs zumindest 3 Übungsleiter Trainings in ihren Vereinen noch professioneller gestalten können, ist dies aus meiner Sicht bereits ein großer Erfolg!!!

Quote: Was sollen Volksschulaktionen ? Niemand hat die notwendige Infrastruktur. Wer hat bei den Burschen schon einmal ein ganzes Semester eine Schulklasse betreut ? Einen Showvormittag geht das leicht aber dann !

Das es leicht geht, hat niemand behauptet. Ich selbst habe 3 Jahre lang ein Projekt für die TYROLIA in der VS Gaulachergasse 1x wöchentlich geleitet. Boris Kovac ist aus diesem Projekt herausgegangen. Showtrainings in Langenzersdorf, St.Andrä/Wördern oder Gross-Enzersdorf, die ich selbst durchgeführt habe, konnten zwischenzeitlich eine Vielzahl an neuen tischtennisbegeisterten Kindern "rekrutieren". Werner Gschanes hat ebenfalls ein wöchentliches VS-Projekt in der Apfelgasse geleitet. Das diese Aufgabe schwierig und anstrengend ist, stimmt, aber Erfolge stellen sich ein.

Quote: Glaubt irgendwer wirklich, daß mit Nenngeldbefreiungen mehr Mädchen spielen ? WEnn sie nur wegen dem Nenngeld nicht spielen, dann fehlt sowieso die Perspektive und anfangen wird niemand, nur weil er in 3 Jahren keine Nenngeld bezahlt.

Ich habe hier in erster Linie an Nenngelder bzw Kosten gedacht, die der Verein zu zahlen hat, namentlich Mannschaftsgebühren und Kosten für Trainer. Wenn hier der Verband Förderungen zuschiesst, dann werden mehrere Vereine verstärkt versuchen Mädchen für ihren Verein zu gewinnen, allein schon aus dem Grund um in die Gunst der Förderungen zu kommen. Nenngelder für LMs, ÖMs oder A-Turniere sind sehr hoch und schrecken die etwas schwächeren Spielerinnen ab. Würden diese nicht so hoch sein, oder ganz wegfallen, wären die Teilnehmerzahlen vermutlich deutlich höher.

Quote: Auf die "verlorenen" Gelder der Projekte ist keiner eingegangen, ist ja unangenehm !

Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber jene Kosten, die durch VS-Aktionen in der Gaulachergasse entstanden sind, hat der Verein "locker" durch ein erhöhtes Trainingsaufkommen und Vereinsmitgliedschaft "hineinbekommen", ebenso verhält es sich mit den Schulaktionen in Langenzersdorf. In St.Andrä und in Gross Enzersdorf hat man, so weit ich es abschätzen kann, auch stark von solchen Projekten, wenn es auch nur Showtrainings waren, profitiert.

Abschliessend sei nur geschrieben, dass auch meine Vorschläge sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss sein müssen. Aber Änderungen und Innovationen müssen her. In dieser Beziehung sind sich Szenekenner und ich einer Meinung. Nur die Art und Weise wie diese in Gang gebracht werden sollen, sind unterschiedlich. Auf alle Fälle gehört eine große Portion Einsatz und Zeit dazu. Denn von nix kommt bekanntlich nix


Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

Antoine de Saint-Exupery
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Beitrag von HCV »

Als ehemaliger Funktionär und Spieler von Globus möchte ich zu der Damenproblematik folgendes sagen:

1.) Ich gebe Markus recht- auch bei Damen muss die Struktur im Verein wachsen- ein reiner Damenverein bringt sicher nichts.
2.) Bei Globus kamen damals 1-2 Mädchen von Hausangestellten, die brachten Freundinnen mit und so kam es zu der "wundersamen" Vermehrung der Mädchen.
3.) Wichtig sind geeignete Funktionäre. Mädchen sind mal etwas anders wie Burschen zu behandeln. Hierfür wäre es wichtig neben guten Trainern auch die eine oder andere Tischtennisspielerin beim Mädchentraining einzubauen. Dies erleichtert den Kontakt wesentlich.
4.) Der Untergang von Globus am Damensektor hatte viele Gründe. Ein verfehltes Zentrumstraining (Zwangsbeglückung, falsches Training etc.), kaum Unterstützung im Verband (Ausnahme Alfred Gruber/Damenwart- auch er stand allein auf weiter Flur), Mädchen beim Tischtennis zu halten wird ab dem 1. Freund sehr schwierig und schließlich kam das Ende des Globus-Verlages und die Übersiedlung in die Kirchstetterngasse dazu, welches das Problem verschärfte.
5.) Damen nicht mehr bei den Herren mitspielen zu lassen wäre absoluter Unsinn- damit würde das eh schon so schwache Niveau noch mehr sinken, bzw. wie Markus richtig sagt, die Damen würden einfach den Verein wechseln müssen. Das kann kaum Sinn und Zweck sein.

Ich denke wichtig für Damen im Verein ist die Zusammengehörigkeit, sprich besonders bei den Mädchen das mehrere Mädchen, auch wenn einige schwächer ja vielleicht untalentiert sind, mitgezogen werden. Auch sollte man Schwächere in der Gemeinschaft bei Turnieren mitnehmen.
Nun kann man sagen ok bei Globus wurde den weniger talentierten ein Material verpasst- das kanns auch nicht sein. Stimmt das war so, aber es hat jeden Mädchen das Gefühl gegeben dazu zu gehören - Erfolg zu haben - und Teil eines wirklich zu dieser Zeit erfolgreichen Damenvereins zu sein.
Vielleicht sollte man einfach nachdenken ob nicht der Breitensport gerade bei Damen gefördert werden sollte. Erfolgreiche Beispiele das es zuminderst wieder einige Mädchen/Damen gibt zeigt ja Langenzersdorf und Kontakt vor. Nicht nur die stärksten gehören gefördert.

Vielleicht schafft es ja der "neue WTTV" mit vielen jungen und engagierten Funktionären gerade diese Problematik anzupacken. Es wäre sicher wünschenswert.



Szenekenner
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Beitrag von Szenekenner »

Warum klammert man sich krampfhaft an den "Damenverein" ? Schwerpunkt Damen genügt und wird doch als positiv angesehen. Gerade die HCV Meinung zielt doch auf "Gemeinschaft" + "Zusammengehörigkeit"
Hintergrund der Erlaubnis Damen bei den Herren mitspielen zu lassen, war die Leistungssteigerung. Ziel total verfehlt, also sollte man auch die Maßnahme überdenken, auch wenn sie manchen Verein vor Hürden stellen würde. Der leichte Weg führt nicht zum Ziel. Sinken des Niveaus ist nicht mehr möglich und Vereinswechsel sind manchmal belebend. Die Damen, um die es geht, spielen sicher nicht am Wochenende - hat man doch in Schwechat gesehen und herumfahren ist schon gar nicht drinnen. Und dann mit 2 Damen durchs Land ? Für ein Match gegen übermächtige oder viel schwächere ?
zu HCV : Wo ist der "neue WTTV" ? Luckeneder ?
Nur reden genügt nicht, tun ! Aber nur was ?


Und basta !
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stealth
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Beitrag von stealth »

reden heißt etwas zum thema machen und das ist notwendig. zuerst überlegen und abwiegen dann handeln
"und basta"-rhetorik überzeugt mich nicht.
der breitensport-gedanke hcv´s gefällt mir gut, denn derzeit scheint die basis abhanden zu kommen.
natürlich muss auch in der jugend angesetzt werden (eigenes mädchen-programm), übungsleiterinnen (vorbild) find ich gut, weil sie einen anderen zugang zu mädchen haben.


Szenekenner
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Beitrag von Szenekenner »

Die erfolgreichsten Sportverbandspräsidenten waren nicht die größten Demokraten - Schröcksnadel, Kucera. Leistung ist eben keine Demokratiekategorie ! Aber um das zu erkennen brauchts auch Erfahrung. Und basta !


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Markus G.
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Beitrag von Markus G. »

Wenn man an die Spitze denkt, dann JA. Aber uns fehlt es ganz klar in der Breite, an der Basis. Erst wenn die Basis geschaffen wurde, wird auch eine Spitze entstehen, bei der Leistungsdenken und kein Breitensportgedanken gefragt ist.


Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem Meer.

Antoine de Saint-Exupery
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Beitrag von Szenekenner »

"dann JA"? Was dann ja ? Dem 2. und 3. Satz ist voll zuzustimmen nur Breitensport ist IMMER ein Thema !


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stealth
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Beitrag von stealth »

kleine statistik:
letzte saison gab es nur 30 damen, die NUR bei den herren gespielt haben, davon hat ein großteil überhaupt nur 1-2 spiele im halbjahr bestritten (ob da die eine oder andere nur in den spielbericht geschrieben wurde bleibt offen).
alle anderen haben bei damen UND herren (~170) gespielt, oder sind nur gemeldet und haben GAR NICHT gespielt (~30).
insgesamt gab es also 230 gemeldete damen, das entspricht ca 1/7 der gemeldeten herren.


Szenekenner
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Beitrag von Szenekenner »

Frage an Trainer-Experten: Was bringt mehr Leistungssteigerung: 2 Matches pro Woche oder 1 Match und ein Training pro Woche ?


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stealth
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Beitrag von stealth »

*lol*
also es hat sich herausgestellt, dass in wirklichkeit eine handvoll damen sporadisch nur bei den herren spielen. ein verbot bei den herren zu spielen (so man das überhaupt in erwägung zieht) hätte also keinen nennenswerten effekt. es würden deshalb nicht mehr damen bei den damen spielen, die spielen nämlich ohnehin schon, nämlich doppelt. dass man dabei gegen den willen der überwiegenden mehrheit der betroffenen entscheidet spielt keine rolle.
der damenverein wurde schon selbst relativiert. man solle sich doch nicht so darauf versteifen. ja, der teufel liegt im detail.
warum eine schülermannschaft (2 buben) den damensport fördert und bedingung für eine damenliga sein soll, wird nicht weiter erklärt. umgekehrt würde wenn überhaupt nur sinn machen wenn ein verein mit einer herrenliga zu einer damenmannschaft verpflichtet würde im sinne der förderung der quote, aber auch das ist zweifelhaft. aber die wenigen damenmannschaften noch zusätzlich beschränken ist ein geniestreich.
also geschwind einen haken schlagen. zuviel meisterschaft spielen die damen. das ist die wurzel allen übels. die müssen per statuten davor bewahrt werden, sonst kommen sie nicht mehr zum trainieren, die armen ahnungslosen. bin schon auf das nächste verbot gespannt. kasernierung in einem tt-internat damit sie nicht mit bösen buben in kontakt kommen?
wenn das alles nichts hilft, demokratische institutionen (bei der nächsten generalversammlung einen antrag stellen, die generalversammlung abzuschaffen) streichen, denn die schaden dem spitzensport.



TTOldie
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Beitrag von TTOldie »

@Szenekenner

Auch ich halte die "Idee", Damen nicht mehr bei Herren mitspielen zu lassen, für abstrus, da etliche Vereine, wie auch SPI, nur 1 bis 3 Damen zur Verfügung haben, die nur bei den Herren mitspielen können. Ansonsten kann ich mich den Ausführungen von HCV nur anschließen, da ich damals im Globus bei diesem Projekt involviert war.
Dazu ein Beispiel aus dem Fußball: Am Horr-Platz entsteht derzeit seitens des WFV ein LAZ für Mädchen, wo versucht wird, aus diversen Schulen fußballbegeisterte Mädchen teilnehmen zu lassen, die später den Vereinen zugeführt werden sollen. Eine ähnliche Lösung könnte ich mir auch beim TT vorstellen. Ob dies beim TT-Sport irgendwie umsetzbar ist, vermag ich freilich nicht zu beurteilen.





Soiche sechse wie uns fünfe gibts kane viere, weu mir drei die zwa anzign san.



Paco
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Beitrag von Paco »

Quote:
Wenn man an die Spitze denkt, dann JA. Aber uns fehlt es ganz klar in der Breite, an der Basis. Erst wenn die Basis geschaffen wurde, wird auch eine Spitze entstehen, bei der Leistungsdenken und kein Breitensportgedanken gefragt ist.


... so ist es Markus!! Aber lasst das Damen TT- doch diese selbst bestimmen!!!

Hallo Szene,

Was sind „Zuckerln“ wenn „Venus“ nicht ernst genommen wird? Oder von der Basis weg sollten neue Wege der weiblichen Ideenwelt entspringende Änderungen verfolgt werden!

Ein wenig möchte ich Euch auf den Umstand hinweisen, das „Gschendern“ (gut wienerisch) in der kleinen WTTV- TT Welt und vor allem in den Vereinen selbst, nach wie vor ein Fremdwort ist.

Woran unsere „WTTV- Damenschaft“ nicht unschuldig ist (ausgenommen einer „klitze kleinen“ Minderheit) spielen sich doch sehr viele (für mich unverständlich war doch so manche "damalige- Junge“ auch sehr flott unterwegs) sehr „bissig“ gegenüber den „Jungkücken“ durchs TT- Jahr.

Klar gibt es dabei nicht viel was die Jungen motivieren könnte es den „Da - Vorderen“ nachzutun- und wieder hängt alles an wenige unbelehrbare Optimisten der „Männerwelt“ sich in die launischen Niederungen des weiblichen TT- Sport zu wagen (wieder einer „klitze kleinen“ Minderheit).

Darin ist das Problem zu sehen- das sich eben keine „Mädls“ in rein Männerorientierte TT-Welten und Vereinen „zu weibliche Vereinsgschaftlhuberinnen“ (im positiven Sinn zu verstehen) entwickeln können (was bei uns leider NOCH IMMER „TT-SPORT-SYSTEM-IMINENT“ IST) und vor ALLEM DIESE AUCH NICHT WOLLEN- so wie die Männer zu sein und zu agieren!

In Ö braucht es noch immer eine ungesunde Portion „Profilierungssucht“ (was eine Männerdomäne ist) um Sport und darin die „Damenwelt“ auf Verbands/Vereins- Ebenen voran zu bekommen.

Oder eben Idealisten/Sportler-Paare wie: Klemetsche, Riedls, Bogners, Willingers, Fetters, Heines Geineders, Webers („bebu“) und doch noch einige wenige mehr….. oder eben wie meine Partnerin die selbst Weltklasse- Sportlerin war und eben auch ein „Megaverständnis“ für meine Absenzen aufbringt!

Globus mit seinem Sozialgefüge war zu seiner Zeit ebenso die berühmte positive Ausnahme, wie auch die ÖMV/ Polizei/ Strassenbahn, WAT und UKJ- Mädls- wo es immer sozial/emotional sehr Starke weibliche Vorbild- und Leitpersönlichkeiten gab!

Doch egal wie man es sieht, es ist immer an sehr wenige „Arbeitsbienen“ gelegen das es klappte. Was sich bis zum heutigen Tag nicht geändert hat! (wie man ja hier an diesem Forum sieht!)

Meiner Meinung nach sollte der Verbandseinfluss nicht verstärkt werden sondern im positiven Sinn zurückgenommen- und auch nicht Reformiert werden.
Gerade die jetzigen weiblichen Generationen sollten um IHRE MEINUNGEN, VORSTELLUNGEN UND WÜNSCH gefragt werden: „

„Wie, könne, wolle, solle, wäre TT- Sport für sie selbst interessant“

„Im Vordergrund sollten feminin- Verbindende Gedankenarbeit stehen- und nicht schon wieder die maskuline „Partie“ unterwegs sein."

„Legt doch alles den Weiblichen TT- Sportlerinnen in die Hände und lasst diese einmal über ein bis Zwei Jahre alles selbst und in Ihrem Sinne tun!“

Was nicht als Trennungsbotschaft - sondern als Akzeptanz, Respekt vor der gegenseitigen Geschlechtlichkeit und deren Unterschiede bis hin zur Aussage was TT- Sport für die weiblichen Sportler/innen bedeutet und zu bedeuten hat, und nicht wie wir Männer diesen interpretieren, sehen und haben wollen!!!

Möglicherweise würden beide Seiten die nötigen „Ahas“ erleben und dies vielleicht neuen Wege auftun?

Also auf zu einer „ TT- Frauen- Generationen- Arbeitsgruppe“ ( vorerst in Wien) zur Belebung des Damen TT- Sports!

Wobei wir Männer nur als „Zaungäste“ ohne Rederecht zum „zuhören verurteilt“ sein sollten!

LG
TT & P.W. Coach und einer der „wenigen“ männlichen Gesundheits- und TT Sport- Damentrainer
Paco- Franz Hofmann



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VarioSoft
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Beitrag von VarioSoft »

Irgendwie vermisse ich in Szenekenners bisherigen Beiträgen noch seinen obligaten Hinweis, dass zu viele Ausländerinnen den heimischen Nachwuchstalenten die Plätze in der Wr. Damen-Liga verstellen

Im Ernst:

Dass Frauen gerne in Männer-Mannschaften spielen, dürfte zu einem großen Teil auch daran liegen, dass sie damit mehr Abwechslung haben - aufgrund der sehr dürftigen Breite in den Damen-Bewerben.

Das Anrecht, bei der Damen-Liga nur dann teilnehmen zu dürfen, wenn der Verein eine Mädchen-Nachwuchsmannschaft nennt, würde bedeuten, dass die Meisterschaft der Damen-Liga aus höchstens zwei oder drei Teams gebildet werden kann.

Die Einführung der Sammelrunden in den Bundesligen war eine Maßnahme, um dem schwindenden Interesse entgegenzuwirken. Sie hat die 2. Bundesliga massiv belebt und wurde aufgrund dieser Erkenntnis dann auch auf die 1. Bundesliga übertragen.

Ein wesentlicher Grund für die mangelnde Bereitschaft, an den Bundesligen teilzunehmen, lag auch am zu hohen Leistungsgefälle - Tiroler Mädel finden es nicht lustig, Jahr für Jahr ein paar hundert Kilometer nach Schwechat zu fahren, um dort gegen eine übermächtige Ausländertruppe nach einer Stunde ein 0:7 abzuholen. Bei einer Sammelrunde gibts dann wenigstens noch das eine oder andere ausgeglichenere Spiel.

Die Dropout-Rate bei Jugendlichen ist allgemein hoch. Liegt diese bei 95%, so bleibt von 10 Burschen einer übrig ... von 3 Mädchen jedoch nur ein Bruchteil eines ganzen - und das ist klarerweise nicht spielfähig. Warum melden sich so wenige Mädchen bei einem TT-Verein an .. und wie kann diese Zahl erhöht werden???


11. Saison Wiener Liga (*gähn*). Bisherige Rankings: 13-6-1-5-1-6-3-4-4-2
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