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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Di 21. Mai 2013, 08:52 
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Naja Genialität ist halt bei dem schnellen Spiel schwer.....umso erfrischender einen Matsudera zuzusehen ;))


Ich weiss nicht warum alle auf den Schlager herum reiten :-(

Fakt ist das er etwas geleistet hat wovon viele träumen können (auch ein Boll). Und ich sehe den Auftritt eher positiv!
Wie oft ist TT sonst in den Medien.......Richtig KAUM bis NIE! Und jetzt wurde wieder mehr berichtet, ist doch positiv.


Das Finale war leider zum abgewöhnen :-(((

Baum wird nie das erreichen was ein Boll erreicht hat, und Ovchtarov war einfach im Kopf gehandicapt. Aber ja er hat gut gespielt, aber jetzt muss er erst beweisen was er (noch) drauf hat. Ich meine 2mal EM-Zweiter....ist ja nicht so das er aus dem nichts kam, und die Auslosung war eigentlich optimal für ihn.

Ma Long tut mir noch immer leid.....Zhang Jike wird noch länger auf dem Niveau spielen können und mit Yan An steht der nächste Kanditat schon auf der Matte. Auch eine superschnelle VH aber mMn eine bessere RH (was ich so gesehen habe).

Der Eurosport Kommentator meinte : Boll hat einmal gesagt Ma Long ist der beste Aufschläger. Seh ich nicht so!
Bei Zhang Jike wird kaum ein Service zu lang und er spielt halt mit seiner RH einfach super nach. Ich sehe selten das einer das Service wirklich kurz legen kann oder überhaupt abflipt. Wie seht ihr das?

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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Di 21. Mai 2013, 09:51 
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Ich versuche gerade den WM Raster von 2003 zu rekonstruieren. Vielleicht kann und möchte mir jemand dabei helfen. Der Weg ins Finale von Schlager ist ja allseits bekannt, davon hab ich sogar noch Zeitungsausschnitte. Der Weg ins Finale von Joo, der Weg ins Halbfinale von Kreanga und der von Chen Weixing ins Viertelfinale würde mich aber interessieren. Zumindest die namhaften Spieler die sie auf dem ,Weg dorthin besiegt haben. War damals ja doch noch ein Teenager und meine Erinnerung ist leicht verblasst...

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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Di 21. Mai 2013, 10:08 
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http://www.ittf.com/world_events/World_ ... _Year=2003

bzw. http://www.ittf.com/competitions/compet ... egory=WTTC

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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Di 21. Mai 2013, 10:32 
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Kampfschupfer

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Nochmal zurück zu Werner: Keiner wünscht sich, dass er schlecht dasteht oder mies gemacht wird. Niemand wird bestreiten, dass ihm 2003 eine historische Meisterleistung geglückt ist. Oder mit den Siegen in der CL.

TT wäre ohne ihn (trotz aller Probleme, die die WSA umgibt) auf Augenhöhe mit Lacrosse und rhythmischer Sportgymnastik. Also unter der Wahrnehmungsgrenze, die für Sponsoren und TV-Verträge so wichtig ist. Dazu kommt, dass er so umgänglich und angenehm ist. Alleine wenn ich bedenke, dass er quasi immer die Pokale bei den Turnieren in Schwechat übergibt, das zeigt schon seine Verbundenheit mit dem Sport und den Normalos.

Und gerade weil das alles so ist, hat der Auftritt in Paris 2013 schockiert. Die Außenwirkung war übel, und nicht so viele Menschen haben die Möglichkeit, ihn live in der WSA zu sehen und sich ihre eigene Meinung zu bilden. Die Macht der Medien zu nutzen ist nicht seine große Stärke. Das ändert aber alles nix daran, dass er unsere heimische TT-Ikone bleibt und ihn niemand ersetzen wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Di 21. Mai 2013, 13:02 
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StrappingYoungLad hat geschrieben:
http://www.ittf.com/world_events/World_Events_Results.asp?s_Tour_Name=World+Championships&s_Event_Type=ms&s_Rnd=128&s_Year=2003

bzw. http://www.ittf.com/competitions/compet ... egory=WTTC

Wow super, danke. Hab ne halbe Stunde gesucht und nichts gefunden.

Im Nachhinein betrachtet ist bei der WM 2003 schon wirklich viel ideal gelaufen...
2 Chinesen hat Schlager selbst besiegt, Wang Hao hat er von Chen Weixing aus dem Weg räumen lassen. Ma Lin verliert gegen Joo, Boll gegen einen Chinesen den ich bislang noch nie gehört hab. Kreanga kommt mit einer beinahe reinen EM-Auslosung bis ins Halbfinale (hätte das Turnier gewinnen können ohne einen einzigen Chinesen und lediglich einen Asiaten zu besiegen)

Da sieht man recht deutlich was es ausmacht, wenn China in der Setzliste nicht die Plätze 1-4 einnimmt..

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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Di 21. Mai 2013, 14:35 
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Ja der Kreanga hatte eine günstige Auslosung.

Werner hat ja 4 Spitzenspieler hintereinander geschlagen. Wobei die 2 Chinesen deutlich höher zu stellen sind als Ma Lin. Nix gegen Ma Lin aber Kong Linghui und Wang Liquin waren schon deutlich stärker. Ich denke gg Ma Lin hätte er auch gewonnen.

Boll war damals die Nummer 1 und sein damaliger Gegner hat noch vor kurzer Zeit für den SVS gespielt.

Der dürfte in China lustigerweise einen hohen Stellenwert haben. Der spielt schon ewig keine WM mehr ist aber immer als Sparringspartner dabei (wie auch jetzt in Paris).

Aber ja Auslosung macht viel aus. Hätten Gardos/Habesohn ev. den anderen Ast in der Auslosung gehabt wärens vielleicht schon weiter gekommen. Aber hätt i tätt i war i *gg*.

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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Di 21. Mai 2013, 21:26 
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hallo,

bevor hier noch jemand die goldene von 2003 als "lucky punch" bezeichnet, möchte ich euch erinnern, daß werner schon bei der wm 1999 in eindhoven eine bronze medaille geholt hat.

zum thema würdiger abgang möchte ich auf die letzten 6-7 jahre des J.O waldners bei Fulda in der DTTL verweisen. dagegen ist die eine partie von werner in paris (gegen baum) ein lercherlschas.

da war vom besten spieler aller zeiten nix mehr zu sehen. der hat vom aussehen eher an Obelix erinnert und musste manchmal mehrere monate warten um überhaupt ein match zu gewinnen. wahrscheinlich hat's ihm und dem puplikum trotzdem spaß gemacht. anders ist das nicht zu erklären. jetzt spielt er (mit seinen 48 jahren) noch immer irgenwo in der schweden Liga.

bis jetzt habe ich hier im Forum noch nie gelesen, daß diese auftritte dem J.O geschadet hätten oder das dadurch jemand an der einmaligen TT karriere des J.O zweifelt. der hat rekorde im TT aufgestellt die wahrscheinlich für die ewigkeit sind.

wisst ihr eigentlich das J.O bei JEDER WM von 1983 - 2001 eine medaillie geholt hat (einzel/doppel/team)
dabei 2x gold im einzel, 4x gold im team. zusätzlich 1x olymp. gold , 1x olym. silber 1 x EM einzel , 7x im team usw. .....

natürlich ! wenn man will, kann man immer ein haar in der suppe finden. aber wie heisst es so schön "was kümmert es die stolze eiche, wenn sich die sau an ihr reibt"


r.k.


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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Di 21. Mai 2013, 22:03 
Harnikfan hat geschrieben:
Im Nachhinein betrachtet ist bei der WM 2003 schon wirklich viel ideal gelaufen...
2 Chinesen hat Schlager selbst besiegt, Wang Hao hat er von Chen Weixing aus dem Weg räumen lassen. Ma Lin verliert gegen Joo, Boll gegen einen Chinesen den ich bislang noch nie gehört hab. Kreanga kommt mit einer beinahe reinen EM-Auslosung bis ins Halbfinale (hätte das Turnier gewinnen können ohne einen einzigen Chinesen und lediglich einen Asiaten zu besiegen)

Da sieht man recht deutlich was es ausmacht, wenn China in der Setzliste nicht die Plätze 1-4 einnimmt..


in erster linie hat schlager sensationell gespielt! wen interessiert die setzliste, wenn wang liqin und kong linghui im 1/4 und 1/2 finale warten?


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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Di 21. Mai 2013, 22:52 
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Ich kann die Kritik an Baum nicht ganz verstehen: er hat gut gegen Ovtcharov gespielt und verdient gewonnen, er hat gegen den regierenden und späteren Weltmeister bei 1:1 immerhin 10:6 geführt ...

Dass ein Joo oder Chen spektakuläre Bälle spielen, liegt an ihrer Spielanlage die super anzusehen ist, keine Frage. Abgesehen davon, dass ich es ablehne, in jedweder Sportart über Generationen hinweg zu vergleichen -> ein Zhang Jike, ein XiuXin haben deutlich mehr drauf als ein Secretin oder ein Grubba Ende der 70er/Anfang der 80er. Von hinten die Bälle zurück spielen können die genau so gut, zusätzlich aber noch von beiden Seiten weg um 30% mehr Druck machen.

Apropos Muster: In einem kürzlich erschienenen Interview hat er gemeint, dass er Bauer sei, Traktor fahre und Zäune aufstelle. Seit seinem Rücktritt vor zig Monaten hatte er 2x einen Tennisschläger in der Hand, wobei er einmal in der Landesliga B für Leibnitz antrat ... ansonsten "no sport". Dass er einmal erfolgreicher Tennisprofi war, verrät ihm nur der Blick auf sein Konto :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Di 21. Mai 2013, 23:40 
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R.K. hat geschrieben:
bevor hier noch jemand die goldene von 2003 als "lucky punch" bezeichnet

Hat eh niemand.
Um als Nicht-Chinese eine Goldmedaille bei einem Großereignis zu holen muss einfach ziemlich viel zusammen passen. Bei einer WM noch wesentlich mehr als bei Olympia. Und bei Werner hat bei dieser WM eben neben dem Können und der Form auch die Auslosung (+Ergebnisse der Gegner) halbwegs gepasst. Mit ein bisschen Pech muss er im Finale statt Joo (und ich glaub gegen Verteidiger hat er sich ja immer schon "leichter" getan) Ma Lin oder Wang Hao besiegen. Ob er einen dritten Chinesen nach zwei knappen 3:4 Siegen auch noch besiegt hätte weiß ich nicht. Unvorstellbar ist es natürlich nicht.

oliver463 hat geschrieben:
in erster linie hat schlager sensationell gespielt! wen interessiert die setzliste, wenn wang liqin und kong linghui im 1/4 und 1/2 finale warten?


Baum hätte 2013: Ovtcharov, Jike, Xin und Hao besiegen müssen um WM zu werden.
Boll 2013: Long, Hao, Jike
Samsonov 2013: Matsudaira, Xin, Jike, Hao
Matsudaira 2013: Ma Lin, Samsonov, Xu Xin, Zhang Jike, Wang Hao (das war wohl so ziemlich die schwerste Auslosung die man bekommen kann)

Dagegen

Kreanga 2003: He Ziwen (ESP), Trinko (NED), Samsonov, Chen, Joo (an dem er dann eh gescheitert ist, trotzdem mit Edelmetall nachhause fahren durfte)
Samsonov 2003: Cioti (ROU), Plachy (CZE), Gorak (POL), Kreanga (GRE) (Joo & Schlager)

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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Mi 22. Mai 2013, 07:25 
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Was mich auch interessieren würde ist, wieso es so unmöglich erscheint, die Lücke zu den Top-Chinesen zu schließen. Ihr Startvorteil ist die Masse an Menschen, aus der sie Talente schöpfen und die Tatsache, dass TT in China quasi Staatsreligion ist. Mit allen finanziellen Konsequenzen. Aber dass Europa heute so gar keine Spieler mehr hervorbringt, die da mitmischen (bitte jetzt nicht Boll als versprengtes Gegenbeispiel bringen), kommt mir doch unverständlich vor.

Ist es nicht auch bemerkenswert, dass wir konsequent anderes Material spielen als die Asiaten, die zwar häufig Werbung für die Schmetterlingsmarke machen, in Wirklichkeit aber Hurricane, Blue Whale und Co. bevorzugen? Oder ist es die "Waldner-Schule" der 1980er Jahre, die Spielwitz, Talent und Genialität vor Beinarbeit und brutalstes Training gestellt hat (und heute noch nachwirkt)?

Eines erscheint mir jedenfalls klar: In Bereichen Fitness, Muskulatur und Beinarbeit gibt es niemanden, der mit den Top 4-6 Chinesen mithalten kann - und genau dort könnte man doch durch harte Arbeit "leicht" ansetzen?


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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Mi 22. Mai 2013, 08:35 
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@Richard

Ein Trainer sagt mir nach dem WM Titel von Schlager 2003.....Euer Werner wird Schuld sein das die Chinesen noch stärker werden.
Die haben nach dem Verlust des WM Titels ein nationales Programm (zu den bereits bestehenden) ins Leben gerufen wo noch krasser selektiert wurde. Und die die es nicht geschafft haben werden als "Kopien" bzw. als Trainingspartner verwendet.

Das chinesische System ist einfach ein anderes. Dort wird viel früher härter trainiert. Ein Ma Long war mit 16,17 schon wahnsinnig stark und dann gehts an den Feinschliff. Ein europ. Spieler ist mit 17,18 noch lang nicht an seinem Zenit.

Dazu kommt das die Chinesen weiterhin viel intensiver trainieren und intern halt viel Konkurrenz haben. Dadurch müssen die sich alles hart erarbeiten.

Das wird sich vermutlich so schnell nicht ändern, ausser es kommt ein neuer Waldner.



Zum Doppel Finale...ich hab mir das jetzt kurz angesehen. Also MA Lin wirklich grottenschlecht. Sieht man sogar bei der Zusammenfassung das er viele Fehler macht.
Hao Shuai eigentlich sehr stark (bis auf den Schluss) und hat Ma Lin mit gezogen.

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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Mi 22. Mai 2013, 20:54 
Ich fand das Finale nicht schlecht. Gerade als Hao wieder dran war... jedoch war das Damen Finale absolut spitze. LSW ist unglaublich - wie sie die Backhand immer wieder herausholt.

Zu Baum kann man sagen, wenn er etwas reifer wird kann er auch einige europäische Titel holen. Spiel gegen ZJK war gut; er kann das Niveau einfach nicht so lange halten. Da waren tolle Ballwechsel von ihm dabei. Es ist ja auch so, dass die besten Europäer nur eine Chance im Match gegen die Chinesen bekommen das Spiel eventuell umzudrehen - meistens geht es schief.

Die Chinesen sind viel schneller am Höhepunkt der Karriere und fallen schneller ab. Ma Lin, Wang Liqin... da halten die Europäer länger weil auch nicht so viel nachkommt. Ich finde auch wie mein Vorredner, dass die Fitness der Europäer nicht zeitgemäß ist. Zu viel Pudding anstatt Muskeln.

Es wird auch sicherlich wieder bald einen Schlager oder Waldner geben der die Asiaten fordern kann. Leider ist bei Habesohn ein Wurm im Kopf - mit einem guten Therapeuten könnte er weit mehr schaffen. Denn er hat die Fähigkeiten...


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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Mi 22. Mai 2013, 21:30 
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Richard3006 hat geschrieben:
Was mich auch interessieren würde ist, wieso es so unmöglich erscheint, die Lücke zu den Top-Chinesen zu schließen. Ihr Startvorteil ist die Masse an Menschen, aus der sie Talente schöpfen und die Tatsache, dass TT in China quasi Staatsreligion ist. Mit allen finanziellen Konsequenzen. Aber dass Europa heute so gar keine Spieler mehr hervorbringt, die da mitmischen (bitte jetzt nicht Boll als versprengtes Gegenbeispiel bringen), kommt mir doch unverständlich vor.
nicht zu vergessen, die besten trainingspartner. ich denke jeder von uns kennt das, wenn man in eine höhere klasse wechselt, muss man sich erst einmal an das tempo/schnitt/spiel gewöhnen. wenn ein europäer gegen einen chinesen, spielt braucht er mal eine zeit um sich überhaupt daran zu gewöhnen.

Richard3006 hat geschrieben:
Ist es nicht auch bemerkenswert, dass wir konsequent anderes Material spielen als die Asiaten, die zwar häufig Werbung für die Schmetterlingsmarke machen, in Wirklichkeit aber Hurricane, Blue Whale und Co. bevorzugen?
hm, da bin ich mir nicht so sicher. auf der rh wird sehr ähnliches material wie die europäer gespielt, die dominanz liegt im tempo, qualität des rh-flips und grundsicherheit, in der schlagtechnik und schnitt an sich sehe ich eigentlich keine unterschied. im gegenteil gibt es viele europäische beispiele mit fantastischer rh.
bleibt also die vh. da spielen die chinesen ein viel griffigeres obergummi, das auch nicht so dynamisch ist, sodass im service/topspin mehr schnitt ist und der return flacher und kürzer kommt. der schwamm allerdings unterscheidet sich wohl kaum von einem tenergy, bzw wird ähnlich hingetrimmt.

Richard3006 hat geschrieben:
Oder ist es die "Waldner-Schule" der 1980er Jahre, die Spielwitz, Talent und Genialität vor Beinarbeit und brutalstes Training gestellt hat (und heute noch nachwirkt)?
spielwitz ist nicht die große stärke der chinesen, man denke an den 3-fachen weltmeister wang liqin oder auch den regierenden zhang jike. spielaufbau und ablauf ist ziemlich gleich, aber solange niemand diesem druck standhält, hat er auch keinen grund etwas zu ändern.

Richard3006 hat geschrieben:
Eines erscheint mir jedenfalls klar: In Bereichen Fitness, Muskulatur und Beinarbeit gibt es niemanden, der mit den Top 4-6 Chinesen mithalten kann - und genau dort könnte man doch durch harte Arbeit "leicht" ansetzen?

Richtig. Wieviel Zeit verbringen die Chinesen in der Kraftkammer und wieviel Europäer?


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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Do 23. Mai 2013, 12:23 
stealth hat geschrieben:
Richard3006 hat geschrieben:
Was mich auch interessieren würde ist, wieso es so unmöglich erscheint, die Lücke zu den Top-Chinesen zu schließen. Ihr Startvorteil ist die Masse an Menschen, aus der sie Talente schöpfen und die Tatsache, dass TT in China quasi Staatsreligion ist. Mit allen finanziellen Konsequenzen. Aber dass Europa heute so gar keine Spieler mehr hervorbringt, die da mitmischen (bitte jetzt nicht Boll als versprengtes Gegenbeispiel bringen), kommt mir doch unverständlich vor.
nicht zu vergessen, die besten trainingspartner. ich denke jeder von uns kennt das, wenn man in eine höhere klasse wechselt, muss man sich erst einmal an das tempo/schnitt/spiel gewöhnen. wenn ein europäer gegen einen chinesen, spielt braucht er mal eine zeit um sich überhaupt daran zu gewöhnen.

Richard3006 hat geschrieben:
Oder ist es die "Waldner-Schule" der 1980er Jahre, die Spielwitz, Talent und Genialität vor Beinarbeit und brutalstes Training gestellt hat (und heute noch nachwirkt)?
spielwitz ist nicht die große stärke der chinesen, man denke an den 3-fachen weltmeister wang liqin oder auch den regierenden zhang jike. spielaufbau und ablauf ist ziemlich gleich, aber solange niemand diesem druck standhält, hat er auch keinen grund etwas zu ändern.


Beim Spiel von Jike gegen Baum hatte ich anfangs das Gefühl dass sich Jike eher an das langsamere Spiel von Baum gewöhnen musste. Danach hat er die Intensität erhöht und war durch. Bei den einzelnen Schlägen würde ich auch sagen dass es kaum Unterschiede gibt zwischen den Europäern und den Chinesen - eher die Intensität und Beinarbeit machen den großen Unterschied.
Stimmt auch dass ein Waldner oder selbst Schlager und Samsonov viel mehr Spielwitz und Ideen im Spiel haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Do 23. Mai 2013, 16:06 
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Zitat:
Die Chinesen sind viel schneller am Höhepunkt der Karriere und fallen schneller ab. Ma Lin, Wang Liqin ...

Ma Lin war 1999 Vizeweltmeister im Einzel, 2008 Olympiasieger und 2013 also im Doppel-Finale. Wir reden über einen Zeitraum von 14 Jahren absolute Weltspitze - "schneller Abfall" sieht meiner Meinung nach anders aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Do 23. Mai 2013, 16:23 
Na gut, Ma Lin ist nicht das beste Beispiel - wusste nicht dass er 99 schon erfolgreich war.


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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Fr 24. Mai 2013, 07:02 
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VarioSoft hat geschrieben:
Zitat:
Die Chinesen sind viel schneller am Höhepunkt der Karriere und fallen schneller ab. Ma Lin, Wang Liqin ...

Ma Lin war 1999 Vizeweltmeister im Einzel, 2008 Olympiasieger und 2013 also im Doppel-Finale. Wir reden über einen Zeitraum von 14 Jahren absolute Weltspitze - "schneller Abfall" sieht meiner Meinung nach anders aus.

tendenziell ist aber schon wahr, dass der durchschnittliche europäische spieler viel länger auf "welt- bzw europaklasseniveau" spielt, als der durchschnittliche chinesische spieler. ist doch auch kein wunder bei der unterschiedlichen trainingsintensität, dass die chinesen körperlich ab, sagen wir mal 35, gewaltig abbauen! hinzu kommt auch, dass wie bereits geschrieben viel mehr nachkommt an jungen athleten und die "alten" schneller aussortiert werden müssen!

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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Fr 24. Mai 2013, 08:21 
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Ma Lin war aber auch die letzten 2,3 Jahre nicht mehr so stark. Und 2013 Doppel Finale lass ich nicht gelten weil

1. hat Hao Shuai scheinbar sehr stark gespielt
und
2. auch ein schwächerer Ma Lin reicht halt für viele noch

Nur hat er in den letzten 2,3 Jahren schon gegen deutlich schwächere verloren. Er ist ja nur aufgrund der "Trainerstimme" ins Einzelaufgebot gerückt.

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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: Fr 24. Mai 2013, 08:43 
Ich frage mich wie lange noch Boll und Samsonov auf dem hohen Niveau spielen können. Beide hatten in ihren Partien chancen zu gewinnen - und haben auch noch ziemlich spritzig gewirkt... wenn man bei Samsonov davon sprechen kann, bei seiner Körpergröße und seinem Stil.


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 Betreff des Beitrags: Re: WM 2013, Paris, 13.5.-20.5.
BeitragVerfasst: So 26. Mai 2013, 22:30 
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Zitat:

Eines erscheint mir jedenfalls klar: In Bereichen Fitness, Muskulatur und Beinarbeit gibt es niemanden, der mit den Top 4-6 Chinesen mithalten kann - und genau dort könnte man doch durch harte Arbeit "leicht" ansetzen?

Einfach im Sinne von - ohne viel nachzudenken - ja.
Aber auf Facebook kursieren ein paar Videos was die Trainingsintensität der Chinesen betrifft, und ich denke ein mündiger Europäer würde sich weigern freiwillig dieses Training abzuspulen. Zumindest viele davon. Ausnahmen wie Thomas Muster, die sich gern so geschindet haben, bestätigen wie immer die Regel.

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