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 Betreff des Beitrags: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: Fr 24. Jun 2011, 18:13 
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Ausredenkaiser

Registriert: Di 21. Jun 2011, 06:30
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Hi,

folgende Regelfrage: mir ist bewusst das VOC haeltige Kleber sowie so ziemliche alle Tuner uae. die den Belag veraendern verboten sind. Wie sieht es aber mit VOC-freien Belagreinigern aus?

Ich hab naemlich in einem deutschen Forum (darf man hier einen Link posten?) gelesen dass in Deutschland die Umpires jegliche Reiniger untersagen und schon Leute nach Tests disqualifiziert wurden.

Wie sieht die Regelung bei uns aus? Gibts ein ITTF Statement dazu?

(nicht dass es in den Klassen wo ich spiele irgendwie relevant waere, aber mich wuerds halt trotzdem interessieren)

/philipp

P.S.: wenn die Info aus Deutschland stimmt wuerde ich das ehrlichgesagt ein wenig praxisfern finden. Mein Hexer PS spielt sich nach 20 Minuten in einer Halle mit hoher Luftfeuchtigkeit wie ein ganz anderer Belag. Was soll ich machen ausser reinigen? Alle halben Stunden den Belag wechseln :D ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: Sa 25. Jun 2011, 02:29 
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xLeitix hat geschrieben:
Ich hab naemlich in einem deutschen Forum (darf man hier einen Link posten?) gelesen dass in Deutschland die Umpires jegliche Reiniger untersagen und schon Leute nach Tests disqualifiziert wurden.

das glaube ich nicht ;) der deutsche schiedsrichterausschuss hält fest, dass es keine ittf-zulassung von belagsreinigern gibt. dh die ittf garantiert nicht für die zulässigkeit eines produktes, sondern der spieler ist selbst verantwortlich die regeln einzuhalten. belagsreiniger sind per se nicht verboten. das problem ist, wie überprüfe ich als spieler, ob ein produkt, wie in der beschreibung angegeben, wirklich harmlos ist, also voc-frei? darüberhinaus hält der dt sra den einsatz von öl zur oberflächenbehandlung für unzulässig. eine dt regelauslegung hat nur in d gültigkeit.
die ittf formuliert allumfassend dass jegliche physikalische, chemische oder sonstige behandlung unzulässig ist. mmn eine unsinnige formulierung und weit über den ursprünglich argumentierten gesundheitsschutz (verbot der vocs) hinausgehend. zielführender ist es zu schauen wie das ganze überprüft wird, nämlich mit dem rae-gerät. dabei wird eine schale auf den belag gelegt, das gas ionisiert, die geladenen teilchen erzeugen einen strom und werden als ppm ausgegeben. wasser ist dabei explizit ausgenommen.
es ist kein großes geheimnis, dass bestimmte öle und tuner mit den zur verfügung stehenden geräten bisher nicht nachgewiesen werden können. wenn kein gas entsteht, kann das rae-gerät auch nichts messen. deshalb gibt es den ittf-beschluss der gv2011 ein neues gerät zu entwickeln um auch diese mittel nachzuweisen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: Sa 25. Jun 2011, 07:14 
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der öttv-hp ist zu entnehmen, dass der österreichische sra klarstellt:

Darf ein Schläger während eines Spieles beim Seitenwechsel vom Spieler gereinigt werden?

Ein Abwischen des Schlägers mit dem in die Box mitgebrachten Handtuch ist erlaubt. Eine Reinigung mit Schwamm, Lappen, Wasser oder Reinigungsmittel ist NICHT erlaubt. Gemäß den Regeln (3.4.2.3) müssen die Spieler in den Pausen den Schläger auf dem Tisch liegen lassen. Es soll sichergestellt werden, dass die Spieler den gleichen Schläger mit der gleichen Beschaffenheit wie zum Start der Begegnung benützen und keine Manipulationen (z.B. physikalische Behandlung) erfolgen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: Sa 25. Jun 2011, 11:01 
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Ausredenkaiser

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Danke sehr fuer die ausfuehrliche Info!

Ich als Amateur finde ja dass sich der TT Sport mit den ganzen Tuner / Kleber / Reiniger / Belagsregeln ein wenig ins Eck manoevriert hat. Fuer den Hobby- und Amateurspieler ist kaum mehr nachzuvollziehen was man genau aus welchen Gruenden nicht darf, und tw. scheinbar nicht nur fuer Amateure (ich meine, wenn man spezielle Hardware braucht um festzustellen ob ein Schlaeger nun legal ist, das sollte schon ein Hinweis sein dass das Problem vielleicht die Regeln selbst sind). Vor allem auch weil ich den Eindruck habe dass der Support fuer die meisten dieser komplexen Regeln nicht gerade auf breiter Basis steht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: Sa 25. Jun 2011, 11:29 
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das ganze geht in eine hightech-richtung, die es schwer nachvollziehbar macht.
ich finde gut, dass es verboten wurde mit allen möglichen giftigen substanzen eigene cocktails zu mixen und zu verwenden. ich verstehe, warum man vocs verboten hat.
warum man nun aber jedwede manipulation, die nicht gesundheitsschädlich ist, verbietet und sich damit in ein zwecks nachweis notwendiges wettrüsten hineinsteigert, verstehe ich nicht.
das derzeit verwendete gerät heißt :arrowr: mini rae lite und kostet so viel ich weiß ca 3000 euro, wobei ich nicht weiß ob da schon alles zubehör dabei ist. und auch dieses gerät reicht nicht aus, denn spieler testen einfach, wie und womit man den grenzwert von 3ppm unterschreiten kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: Sa 25. Jun 2011, 11:44 
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Ausredenkaiser

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stealth hat geschrieben:
und auch dieses gerät reicht nicht aus, denn spieler testen einfach, wie und womit man den grenzwert von 3ppm unterschreiten kann.


... und dazu kommt dann noch das bei manchen Bewerben (in Deutschland) den Umpires ein (inoffizieller) neuer, weitaus hoeherer Grenzwert mitgegeben wurde (ich glaube in der Gegend von 40-50 PPM) ...

Aber wie gesagt, als kleiner Amateur kann ich das ganze mit gewisser Belustigung verfolgen. Bei uns spielen die Leut sowieso mit was auch immer sie wollen, teils bewusst, teils auch einfach aus Unkenntnis :P


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: So 26. Jun 2011, 15:53 
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Soll leute geben, die ihre Noppen mit Sand einreiben, damit sich die Beschaffenheit irgendwie verändert... :dontknow:

Jedenfalls find ich gut, dass der Leiti jetzt hier angemeldet ist, solche User braucht das Forum :thumbup:

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: So 26. Jun 2011, 19:23 
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Ausredenkaiser

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Sand geht ja noch :) Boese wirds mit Oel, um den Noppen jede Reibung zu nehmen ...

/philipp

P.S.: danke :wave:


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: So 26. Jun 2011, 19:41 
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Hobbynudler
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xLeitix hat geschrieben:

Aber wie gesagt, als kleiner Amateur kann ich das ganze mit gewisser Belustigung verfolgen. Bei uns spielen die Leut sowieso mit was auch immer sie wollen, teils bewusst, teils auch einfach aus Unkenntnis :P

Habs eh schon mehrmals betont, aber genau DAS macht für mich auch ein bisschen die DSG aus. Auch wenns in den letzten Jahren an Skurrilitäten stark abgenommen hat...

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: So 26. Jun 2011, 22:10 
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xLeitix hat geschrieben:
Sand geht ja noch :) Boese wirds mit Oel, um den Noppen jede Reibung zu nehmen ...

ohne diesen thread in ein behandlungsratgeberforum verkommen zu lassen...
öl gilt als tuner. auf das obergummi aufgetragen wird es innerhalb einer stunde aufgesaugt. das obergummi dehnt sich aus, wird elastischer und die oberfläche wird wieder griffig gemacht, wenn man es mit einem öligen lappen abwischt. aber wie oben erörtert ...

was soll sand bringen? das raut höchstens auf und macht griffig, was in der regel nicht von präparatoren erwünscht ist...

die oberfläche einer noppe kann man prinzipiell auf 2 arten behandeln:
1) man macht die noppe glatt, dh man bringt dauerhaft eine dünne schicht auf, die die noppen überzieht und glatt macht. näher möchte ich nicht ins detail gehen.
2) man verändert die noppen (form, ausrichtung). wie man das machen kann überlasse ich ebenfalls der fantasie. jedenfalls wird dadurch der ball - je nach noppe, die er trifft - anders abspringen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: Mo 27. Jun 2011, 06:49 
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Ausredenkaiser

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stealth hat geschrieben:
ohne diesen thread in ein behandlungsratgeberforum verkommen zu lassen...
öl gilt als tuner. auf das obergummi aufgetragen wird es innerhalb einer stunde aufgesaugt. das obergummi dehnt sich aus, wird elastischer und die oberfläche wird wieder griffig gemacht, wenn man es mit einem öligen lappen abwischt. aber wie oben erörtert


Aha :) lass mich gerne belehren. Hab bisher nur Leute darueber reden hoeren und bin naiverweise davon ausgegangen dass es da um eine Reduzierung der Reibung geht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: Mo 27. Jun 2011, 10:25 
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stealth hat geschrieben:
2) man verändert die noppen (form, ausrichtung). wie man das machen kann überlasse ich ebenfalls der fantasie. jedenfalls wird dadurch der ball - je nach noppe, die er trifft - anders abspringen.

Ich nehme an, das macht man mit dem Sand? :dontknow:
Wie gesagt, nur vom "Hörensagen" gehört...

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: Do 11. Aug 2011, 09:32 
Unglaublich was es für clevere Methoden gibt,aber ob das wirklich so fair ist, ist dann wieder die andere Frage. Aber sicher machen das sehr viele Spieler, sie wollen ja sicher alle Gold gewinnen, nicht wahr?


Zuletzt geändert von PlayerGirl am Do 18. Aug 2011, 08:11, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: Do 11. Aug 2011, 17:27 
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PlayerGirl hat geschrieben:
Unglaublich was es für clevere Methoden gibt,aber ob das wirklich so fair ist, ist dann wieder die andere Frage. Aber sicher machen das sehr viele Spieler, sie wollen ja sicher alle Gold gewinnen, nicht wahr?


Ich glaub halt fast, dass Amateur und Halbprofis viel mehr herumexperimentieren (und es auch nötig haben) als die ganz großen Topstars. Die investieren ihre Zeit lieber in Training :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: Do 11. Aug 2011, 22:02 
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Ausredenkaiser

Registriert: Di 21. Jun 2011, 06:30
Beiträge: 48
Harnikfan hat geschrieben:
Ich glaub halt fast, dass Amateur und Halbprofis viel mehr herumexperimentieren (und es auch nötig haben) als die ganz großen Topstars.


Das bezweifle ich. Glaube kaum dass es einen 'Topstar' gibt der sich sein Material nicht sehr genau aussucht.

(was aber ganz sicher ist, ist dass die Profis viel seltener Material wechseln als wir Amateure. Liegt aber auch daran dass die viel genauer wissen was sie wollen / brauchen)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: Fr 12. Aug 2011, 07:19 
was nützen die regeln, wenn deren einhaltung nicht kontroliiert wird bzw nicht werden kann?

da wird zb in der bundesliga munter weiterhin frischgeklebt, weils eh keine kontrollen gibt und servieren kannst bei 99% der schiedsrichter sowieso, wie du willst - da würd ich mir um belagreiniger die allerwenigsten sorgen machen


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie siehts mit der Legalitaet von Belagreinigern aus?
BeitragVerfasst: Mi 17. Aug 2011, 15:38 
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Hobbynudler
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Bei den Belagreinigern frag ich mich eher, wie sehr die den Belag schaden und ob das von Belagstyp (spin-elastisch) zu Belagstyp (klebrig) oder sogar von Marke zu Marke verschieden ist.

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