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 Betreff des Beitrags: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: Mi 2. Nov 2011, 12:18 
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Hab jetzt einfach mal hier einen neuen Thread eröffnet, kann man bei bedarf verschieben

http://www.zeit.de/sport/2011-11/tischt ... a-akademie

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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: Do 3. Nov 2011, 15:25 
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Hobbynudler
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Hätte mir eigentlich eine kleine Diskussion zu diesem Thema erwünscht. Ist doch irgendwie "arg" dass eine dominante Nation sich um die anderen Nationen "sorgt". Gibts das in irgendwo in einer anderen Sportart der Welt noch, ich könnte mich nicht daran erinnern. Wäre aber toll, vielleicht bauen wir den Chinesen dann eine Skisprungschanze und fördern sie dort. Dem Sport kanns nur gut tun, auf der anderen Seite bin ich aber auch "dagegen" weil dann eventuell die "typisch europäische" Spielweise vielleicht verloren geht?

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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: Fr 4. Nov 2011, 10:38 
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man muss nicht die phrasen der anderen übernehmen. natürlich sorgt sich china nicht um europa. china will auch weiterhin medaillen sammeln. das problem scheint mir eher, dass tischtennis in china am absteigenden ast ist. wichtige turniere wie zb die national championships dieses jahr werden nicht übertragen. auch nicht zeitversetzt ausgestrahlt. da gehts um sponsoren und die riechen den profit in anderen sportarten. china will auch in den ganz großen sportarten glänzen. erstes ziel war daher 2008 bei olympia im medaillenspiegel an erster stelle zu stehen. da kamen zb die medaillen vom tt ganz gelegen. jetzt will man aber in den absoluten ball-weltsportarten wie zb fußball, tennis oder basketball an die spitze. tischtennis ist mmn schon lange nicht mehr die sportart der nation. da hat sich ideologisch auch etwas getan. nicht mehr der kleine mann wird bedient, sondern china will weltmacht nummer eins werden. nicht mehr kleckern sondern klotzen und da ist tt nicht im konzept. cai zhenhua vom chinesischen verband hat natürlich schon lange die gefahr gesehen. wenn tt nicht international aufgewertet wird, ist es auch mit der pracht des chin tt-verbandes bald vorbei und die gelder fließen woanders hin. da betreibt man zb wie bei den damen schon mal etiketten-schwindel indem man gute spielerinnen ausbürgert. ich bezeichne es daher eher als flucht nach vorne, selbstverständlich verkauft man das aber anders.
unabhängig davon kann ich jetzt nicht herauslesen, wer das alles zahlen soll? china wohl kaum, die stellen sicher nur das know-how zur verfügung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: Fr 4. Nov 2011, 10:53 
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Registriert: Mi 14. Jan 2004, 01:00
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Ich bezweifle ob man eine Struktur, die in einem kommunistisch und diktatorisch geführten Staat ausgezeichnet funktioniert in einem westeuropäischen Land umsetzen kann. Das europäische Tischtennis unterscheidet sich doch vom chinesischen Tischtennis. Ich denke mir, dass man seitens der Europäer versuchen sollte nicht die chinesische Spielanlage zu kopieren sondern danach trachten müsste die Individualität und Kreativität, die viele europäische TT-Stars der Vergangenheit ausgezeichnet hat, zu fördern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: Fr 4. Nov 2011, 12:05 
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Ausredenkaiser

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Zitat:
Ich denke mir, dass man seitens der Europäer versuchen sollte nicht die chinesische Spielanlage zu kopieren sondern danach trachten müsste die Individualität und Kreativität, die viele europäische TT-Stars der Vergangenheit ausgezeichnet hat, zu fördern.

Du sprichst hier aber von längst vergangenen Zeiten, lieber Markus ;) Mit Individualität und Kreativität kommst du heute nicht mehr weit, wenn du gravierende körperliche, eventuell zusätzlich noch technische und mentale Defizite hast. Boll meinte vor einiger Zeit in einem Interview, dass der große Unterschied zwischen Chinesen und Europäern vor allem auf die deutlich bessere Fitness der Chinesen zurückzuführen ist. Ich denke, da hat er gar nicht so unrecht.

Eine chinesische Akademie in D wäre für die WSA (optimistisch formuliert) nicht besonders förderlich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: Fr 4. Nov 2011, 13:01 
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Foren-Gott

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Zitat:
Mit Individualität und Kreativität kommst du heute nicht mehr weit, wenn du gravierende körperliche, eventuell zusätzlich noch technische und mentale Defizite hast.


Das ist natürlich unbestritten. Tischtennis ist ein Leistungssport in dem alle leistungsbestimmenden Faktoren zu 100% erfüllt sein müssen. Trotzdem macht doch ein Schuss Genialität, abseits vom Mainstream, den Unterschied aus. Hier sollte man die Hebel ansetzen und einen eigenen, auf die europäische Kultur abgestimmten, Fahrplan setzen.

Interessant ist, dass China scheinbar nicht auf die WSA setzt, sondern wo anders ein Zentrum aufbauen möchte...


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: Sa 5. Nov 2011, 14:19 
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stealth hat geschrieben:
man muss nicht die phrasen der anderen übernehmen. natürlich sorgt sich china nicht um europa. china will auch weiterhin medaillen sammeln. das problem scheint mir eher, dass tischtennis in china am absteigenden ast ist. wichtige turniere wie zb die national championships dieses jahr werden nicht übertragen. auch nicht zeitversetzt ausgestrahlt. da gehts um sponsoren und die riechen den profit in anderen sportarten. china will auch in den ganz großen sportarten glänzen. erstes ziel war daher 2008 bei olympia im medaillenspiegel an erster stelle zu stehen. da kamen zb die medaillen vom tt ganz gelegen. jetzt will man aber in den absoluten ball-weltsportarten wie zb fußball, tennis oder basketball an die spitze. tischtennis ist mmn schon lange nicht mehr die sportart der nation. da hat sich ideologisch auch etwas getan. nicht mehr der kleine mann wird bedient, sondern china will weltmacht nummer eins werden. nicht mehr kleckern sondern klotzen und da ist tt nicht im konzept. cai zhenhua vom chinesischen verband hat natürlich schon lange die gefahr gesehen. wenn tt nicht international aufgewertet wird, ist es auch mit der pracht des chin tt-verbandes bald vorbei und die gelder fließen woanders hin. da betreibt man zb wie bei den damen schon mal etiketten-schwindel indem man gute spielerinnen ausbürgert. ich bezeichne es daher eher als flucht nach vorne, selbstverständlich verkauft man das aber anders.
unabhängig davon kann ich jetzt nicht herauslesen, wer das alles zahlen soll? china wohl kaum, die stellen sicher nur das know-how zur verfügung.

Eine ähnliche Diskussion gabs doch damals hier in Österreich im Skisport. Als Maier, Eberharter, Raich so ziemlich alles gewonnen haben, das es zu gewinnen gab. Seitdem hat sich einiges geändert, Österreich ist nicht mehr alleinige Topnation (in der Quantität schon, in der Qualität nicht mehr) aber ist der Skisport deshalb populärer geworden? Also ich denke nicht..

Wenn es den Chinesen wirklich um den Sport ansich geht, dann müsste man da meiner Meinung nach woanders ansetzen. Man müsste versuchen den Sport "Massentauglicher" zu machen. Das beginnt schon bei den Spielern, die einfach keine "Typen" sind. Ein Timo Boll (den man für seine Leistungen und Fähigkeiten schätzen muss) ist beispielweise kein Typ, der würde im Tennis (um den großen Bruder zu nennen) niemanden interessieren. Im Skisport waren Maier, Miller solche Typen. Raich beispielsweise ist der klassische Timo Boll. Der interessiert einfach keinen. Die beiden letzten europäischen "Typen" (die auch relativ erfolgreich waren) sind für mich Maze und Waldner.
Bei den Chinesen ist es ja noch schlimmer. Die dürfen ja nicht mal jubeln (ich Spreche das Trikotzerreißen an) ohne dass es Konsequenzen hat....
Tischtennis ist zu "straight". Da ist ja fast Snooker mittlerweile lockerer...

Eine Weltsportart braucht das mediale Interesse, aber auch das Interesse der Zuschauermassen. Und Zuschauer wollen Emotionen, wollen "Kämpfe". Im Tischtennis haben sich aber alle lieb, da kanns ja nur nach unten gehen.

Ist aber nur meine Meinung, sehen viele vermutlich wieder anders..

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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: Sa 5. Nov 2011, 18:03 
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Harnikfan hat geschrieben:
Eine ähnliche Diskussion gabs doch damals hier in Österreich im Skisport. Als Maier, Eberharter, Raich so ziemlich alles gewonnen haben, das es zu gewinnen gab. Seitdem hat sich einiges geändert, Österreich ist nicht mehr alleinige Topnation (in der Quantität schon, in der Qualität nicht mehr) aber ist der Skisport deshalb populärer geworden? Also ich denke nicht..

also schifahren ist für mich definitiv keine weltsportart. das glauben nur wir ösis. der vergleich hinkt. diesen "welt"meistertitel visieren die chinesen nicht an.
ich bin mir nicht sicher ob du meinen beitrag richtig verstanden hast. ich habe nicht gesagt, dass dann tt populärer wird, ich habe lediglich darüber nachgedacht was die motive vom chin tt-verband sind. die decken sich nämlich nicht notwendigerweise mit den zielen der chin führung. der chin tt-verband steht innerhalb chinas in konkurrenz mit anderen verbänden und daher braucht der chin tt-verband starke ausländische gegner. denn nur dann kann er sich im sinne der politischen chin führung profilieren. sport ist politik.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: Sa 5. Nov 2011, 19:45 
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Harnikfan hat mit dem Vergleich Skifahren nicht ganz unrecht. Auch wir Österreicher haben Entwicklungsarbeit im Ski-Fahren für andere Länder geleistet, nicht wegen der Sportart selbst sondern in erster Linie aus Eigennutz. Ähnlich wie die Chinesen den Europäern helfen wollen aus reinem Egoismus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: Sa 5. Nov 2011, 20:40 
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stealth hat geschrieben:
Harnikfan hat geschrieben:
Eine ähnliche Diskussion gabs doch damals hier in Österreich im Skisport. Als Maier, Eberharter, Raich so ziemlich alles gewonnen haben, das es zu gewinnen gab. Seitdem hat sich einiges geändert, Österreich ist nicht mehr alleinige Topnation (in der Quantität schon, in der Qualität nicht mehr) aber ist der Skisport deshalb populärer geworden? Also ich denke nicht..

also schifahren ist für mich definitiv keine weltsportart. das glauben nur wir ösis. der vergleich hinkt. diesen "welt"meistertitel visieren die chinesen nicht an.
ich bin mir nicht sicher ob du meinen beitrag richtig verstanden hast. ich habe nicht gesagt, dass dann tt populärer wird, ich habe lediglich darüber nachgedacht was die motive vom chin tt-verband sind. die decken sich nämlich nicht notwendigerweise mit den zielen der chin führung. der chin tt-verband steht innerhalb chinas in konkurrenz mit anderen verbänden und daher braucht der chin tt-verband starke ausländische gegner. denn nur dann kann er sich im sinne der politischen chin führung profilieren. sport ist politik.

Ich denke schon, dass ich dich grundsätzlich verstanden hab. Nur verstehe ich anscheinend nicht, wieso es politisch ein Vorteil ist, starke Konkurrenz zu haben. Ich dachte zuerst du meinst, dass Tischtennis keine Weltsportart sei und die Chinesen mittlerweile nur noch Titel in "Weltsportarten" zu erringen anstrebt..

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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: So 6. Nov 2011, 00:07 
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Harnikfan hat geschrieben:
Nur verstehe ich anscheinend nicht, wieso es politisch ein Vorteil ist, starke Konkurrenz zu haben.

die gleichsetzung von chin verband und chin regierung ist unzulässig. aber auch der kurzschluss macht sinn. die abgrenzung ist ein elementares soziales gruppenbildungswerkzeug. welchen politischen vorteil man daraus ziehen kann überlasse ich deiner intelligenz und passt auch nicht in diesen thread.
Harnikfan hat geschrieben:
Ich dachte zuerst du meinst, dass Tischtennis keine Weltsportart sei und die Chinesen mittlerweile nur noch Titel in "Weltsportarten" zu erringen anstrebt..

tt ist eine weltsportart aber es gibt prestigeträchtigere. und die chin führung will in der topliga der sportarten mitspielen.
der chin tt-verband muss mit verbänden anderer sportarten um die gunst der politischen entscheidungsträger in china buhlen, die die subventionen verteilen. und so anders ist es bei uns in österreich auch nicht...


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: So 6. Nov 2011, 00:20 
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Beiträge: 1953
stealth hat geschrieben:
Harnikfan hat geschrieben:
Nur verstehe ich anscheinend nicht, wieso es politisch ein Vorteil ist, starke Konkurrenz zu haben.

Harnikfan hat geschrieben:
Ich dachte zuerst du meinst, dass Tischtennis keine Weltsportart sei und die Chinesen mittlerweile nur noch Titel in "Weltsportarten" zu erringen anstrebt..

tt ist eine weltsportart aber es gibt prestigeträchtigere. und die chin führung will in der topliga der sportarten mitspielen.
der chin tt-verband muss mit verbänden anderer sportarten um die gunst der politischen entscheidungsträger in china buhlen, die die subventionen verteilen. und so anders ist es bei uns in österreich auch nicht...

Entweder ich bin zu blöd oder es ist zu spät, aber ich seh noch immer keinen Sinn die Konkurrenz zu stärken, wenn es um das "Gunst der Regierung gewinnen" geht. Inwiefern sollte europäische Konkurrenz dem Chin. TT Verband helfen Subventionen zu gewinnen? prestigeträchtiger wird der Sport (allein) dadurch nicht, welchen Zweck sollte es dann haben?

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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: Mo 7. Nov 2011, 13:23 
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Ausredenkaiser

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Ich sehe das auch sehr ähnlich wie Bertram.

Zitat:
Man müsste versuchen den Sport "Massentauglicher" zu machen. Das beginnt schon bei den Spielern, die einfach keine "Typen" sind.

Wie willst du die Spieler ändern? Ich denke auch nicht, dass es daran scheitert. Wie viele Beach-Volleyballer kennst du? Ich kenne (wie viele andere) keinen an der Weltspitze stehenden Spieler, trotzdem ist bei den Beach-Volleyball-Turnieren etwas los. Wichtig ist für populäre Sportarten, dass sie von der Masse (Laien!) nachvollzogen werden können. Das ist bei TT nicht der Fall! Dieser Sport ist viel zu komplex und wird deshalb niemals ein Sport für Laien werden. Wie will man einem solchen auch erklären, weshalb ein Weltklassespieler von drei Aufschlägen des Gegners im Schnitt einen direkt ins Netz oder Out befördert? Und besonders lustig wird es dann, wenn irgendwelche unorthodoxen Noppenspieler auftauchen.

Entweder vereinfachen wir den TT-Sport, indem wir das Material verändern (nur mehr kurze Noppen außen, höheres Netz, o.ä.) und somit den Schnitt deutlich entschärfen, oder wir geben uns endlich damit zufrieden, dass TT in der derzeitigen Form ein toller und herausfordernder Sport ist, der aber niemals laientauglich werden wird. Ich denke, zweiteres wird der Fall sein müssen. Das heißt aber nicht, dass man den TT-Sport in der derzeitigen Form nicht deutlich besser vermarkten könnte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: Di 8. Nov 2011, 12:07 
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Hobbynudler
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Registriert: So 15. Jun 2008, 01:00
Beiträge: 1953
theLionIsBack hat geschrieben:
Ich sehe das auch sehr ähnlich wie Bertram.

Zitat:
Man müsste versuchen den Sport "Massentauglicher" zu machen. Das beginnt schon bei den Spielern, die einfach keine "Typen" sind.

Wie willst du die Spieler ändern? Ich denke auch nicht, dass es daran scheitert. Wie viele Beach-Volleyballer kennst du? Ich kenne (wie viele andere) keinen an der Weltspitze stehenden Spieler, trotzdem ist bei den Beach-Volleyball-Turnieren etwas los. Wichtig ist für populäre Sportarten, dass sie von der Masse (Laien!) nachvollzogen werden können. Das ist bei TT nicht der Fall! Dieser Sport ist viel zu komplex und wird deshalb niemals ein Sport für Laien werden. Wie will man einem solchen auch erklären, weshalb ein Weltklassespieler von drei Aufschlägen des Gegners im Schnitt einen direkt ins Netz oder Out befördert? Und besonders lustig wird es dann, wenn irgendwelche unorthodoxen Noppenspieler auftauchen.

Entweder vereinfachen wir den TT-Sport, indem wir das Material verändern (nur mehr kurze Noppen außen, höheres Netz, o.ä.) und somit den Schnitt deutlich entschärfen, oder wir geben uns endlich damit zufrieden, dass TT in der derzeitigen Form ein toller und herausfordernder Sport ist, der aber niemals laientauglich werden wird. Ich denke, zweiteres wird der Fall sein müssen. Das heißt aber nicht, dass man den TT-Sport in der derzeitigen Form nicht deutlich besser vermarkten könnte.

Bei den Beachvolleyballern bin ich die falsche Person, weil ich mich für Beachvolleyball zwar nur peripher aber doch interessiere. Die beide ehemaligen Top-Brasilianer die Klagenfurt unzählige Male gewonnen haben und auch gemeinsam Olympiasieger waren (Emanuel/Ricardo) kenne ich beispielswiese.
Ebenfalls die beiden (in den letzten Jahren sehr erfolgreichen) US-Amerikaner Rogers/Denkhouser (Namen eventuell falsch geschrieben)
Bei den Damen Goller/Ludwig als die beiden bekanntesten deutschen. Und natürlich die Österreicher Horst/Doppler (seit heuer ein neues Duo)
Ganz angesehen davon, dass ich Beachvolleyball aufgrund des mangelnden medialen Interesses nicht als "Weltsportart" definieren würde. Da steht für mich der "große Bruder" Tennis ganz klar an oberster Stelle und ein Thomas Muster wird immer und immer und immer mehr Leute in die Halle locken als ein Werner Schlager, obwohl beide in ihrer Sportart etwa gleich erfolgreich waren. Muster ist/war ein Typ, der die Massen noch mit 44 begeistern kann. Ein Kämpfer mit dem man sich identifizieren konnte. Ich weiß nicht inwiefern es solche Sportler auch im Tischtennis geben könnte (aufgrund der von dir angesprochenen Komplexität) aber es wäre schon ein Schritt in die richtige Richtung, den Sportlern mehr Emotionen zuzugestehen, aber nicht nur den Sportlern, auch den Zuschauern.

Um konkreter zu werden, wenn einer der wenigen "Typen" im Tischtennis wie Chen Weixing wegen jeder Kleinigkeit vom Schiedsrichter verwarnt wird, wird Tischtennis niemals Massentauglich. Lasst die TT-Spieler doch auch ihre Schläger zertrümmern und Fluchen, oder sind beim Tischtennis wirklich nur Personen der "gehobenen" Schicht anwesend?

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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: Di 8. Nov 2011, 13:45 
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Ausredenkaiser

Registriert: Mi 28. Sep 2011, 15:58
Beiträge: 18
Zitat:
Thomas Muster wird immer und immer und immer mehr Leute in die Halle locken als ein Werner Schlager, obwohl beide in ihrer Sportart etwa gleich erfolgreich waren

Ich würde eher meinen: Tennis (für Laien aufgrund des geringen Spins wesentlich einfacher nachvollziehbar) wird immer mehr Leute in die Halle locken als TT ;)

Zitat:
Lasst die TT-Spieler doch auch ihre Schläger zertrümmern und Fluchen, oder sind beim Tischtennis wirklich nur Personen der "gehobenen" Schicht anwesend?

Das kann doch nicht dein Ernst sein !?! Außerdem wird wohl kaum ein Schiedsrichter "normales" Fluchen ahnden. Du solltest dir einmal anhören, was da manche Spieler von sich geben (aufgrund der Niveaulosigkeit erspare ich mir hier Beispiele anzuführen).

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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: Di 8. Nov 2011, 21:18 
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Foren-Gott

Registriert: Mi 14. Jan 2004, 01:00
Beiträge: 7665
Zitat:
Um konkreter zu werden, wenn einer der wenigen "Typen" im Tischtennis wie Chen Weixing wegen jeder Kleinigkeit vom Schiedsrichter verwarnt wird, wird Tischtennis niemals Massentauglich. Lasst die TT-Spieler doch auch ihre Schläger zertrümmern und Fluchen, oder sind beim Tischtennis wirklich nur Personen der "gehobenen" Schicht anwesend?


Man sollte auf alle Fälle Stimmung in die Zuseherhallen bekommen und weg vom "Pst, leise sein"-Image sein. Wenn man als Zuseher mucksmäuschen still sein und sich genau überlegen muss wann man klatschen darf und wann nicht (Stichwort Netz und Kante), dann wird man wohl nie so die Massen für unseren Sport begeistern können, wie Beachvolleyball. In Klagenfurt kostet meines Wissens nach die Eintrittskarte kein Geld (bitte korrigiert mich wenn ich mich täusche). Wenn man ein TT-Turnier auch als so ein "cooles" Event aufziehen würde und dafür keinen Eintritt verlangt, dann könnte man sehr wohl auch die Massen begeistern...


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Entwicklungshilfe - Akademie in Europa
BeitragVerfasst: Fr 2. Dez 2011, 04:12 
hi, ich finde dass es genügend emotionen im tt gibt. Es fehlt eher an europäischen heroes wie boll; gäbe es mehrere die es mit den chinesen aufnehmen könnten wäre die popularität von tt höher - dann würden auch die siege von chinesen auch an wert gewinnen und die tt popularität auch in china steigen. Dafür brauchen wir das chinesische umdenken und die trainingmethoden - die einstellung zum sport... Im moment machen sich die meisten europäer in die hosen wenn sie gegen ma long etc spielen - da genügt es nicht 4-5 punkte auf 100 prozent zu spielen und dann wieder nachzulassen. Im training wird bei den chinesen auf die ärgsten kleinigkeiten geachtet.

Die andere schon angesprochene sache ist die mit der nachvollziehbarkeit der rotationen für den normalen zuseher. Das muss man einfach selbst erlebt haben; und wann kommen hobbyspieler zu sowas? Nie... Man sollte auch diese 2stern dinger nicht mehr zum verkauf anbieten sondern günstige griffige beläge auch für hobbyspieler. Sonst wird das einfach keiner checken...


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